Die beiden mutmaßlichen Täter hatten sich Marihuana kaufen und deshalb laut eigenen Angaben einen "Schwachen" ausrauben wollen. Diesen fanden sie im Roseggerpark: Den 18-Jährigen, der seit einem Unfall behindert ist. Das Duo bedrohte den jungen Mann laut Polizei mit einem Butterflymesser und nahm ihm alles weg, was er eingesteckt hatte - 15 Euro Bargeld und ein Handy, das sie gleich danach um 25 Euro verkauften.
Ihr wehrloses Opfer war völlig eingeschüchtert - obwohl der 18-Jährige seine Peiniger kannte, verriet er sie nicht. Erst jetzt konnte der Raub geklärt werden. "Ich habe bei meinen Ermittlungen den 15-Jährigen befragt. Aber nicht weil er verdächtig war, sondern weil ich hoffte, von ihm Informationen zu bekommen. Und dann hat er plötzlich den Überfall gestanden", so Ermittler Mario Hartmann. Die beiden ersten von vier Überfällen hatte der Verdächtige, der bereits vier Monate lang in Haft gesessen war, laut Beamten als Strafunmündiger verübt.
13-Jährige überfielen Gleichaltrigen
Ebenfalls noch strafunmündig sind die beiden 13-Jährigen, die am Dienstagabend am Spielplatz einen Gleichaltrigen überfallen haben sollen. Deshalb sagten sie auch, als sie gefasst wurden, zu den Polizisten: "Ihr könnt's uns". Zuvor sollen sie ihr Opfer brutal getreten, geschlagen und auch gewürgt haben.
Ungar beraubte Obdachlosen
Außerdem konnte die Exekutive den Überfall auf einen 55-jährigen Obdachlosen in Graz aufklären. In der Nacht zum 17. Juli schlug ein vorerst unbekannter Täter einen 55-jährigen Obdachlosen brutal zu Boden. Dann griff sich der Mann das Bargeld und das Handy seines Opfers und flüchtete. Der Obdachlose erlitt bei dem Übergriff leichte Verletzungen.
Aufgrund der Aussagen des 55-Jährigen und eines Augenzeugen forschte die Polizei einen 31-jährigen Tatverdächtigen aus. Der arbeitslose Ungar bestreitet den Überfall jedoch, er wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.
von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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