Terroristen-Abwehr
Deutschland schützt AKW mit Nebelwerfern
Das Konzept sieht früheren Berichten zufolge vor, rings um das Atomkraftwerk Nebelgranatwerfer aufzustellen, die je nach Windrichtung gezündet werden, wenn ein Flugzeug seine vorgeschriebene Route verlässt und auf den Atommeiler zusteuert. Binnen 40 Sekunden soll das AKW dann im künstlichen Nebel verschwinden und Terroristen das genaue Zielen unmöglich machen.
Einem Ministeriumssprecher zufolge wurde eine entsprechende Pilot-Anlage am AKW Grohnde (Niedersachsen) getestet und laufe bereits "ordentlich". Zudem habe das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts, wonach entführte Verkehrsflugzeuge nicht abgeschossen werden dürfen, dem Vernebelungskonzept Auftrieb verliehen.
Nach einem Bericht des Senders SWR bezweifeln Kritiker allerdings die Wirksamkeit von Vernebelung als Schutz vor Terrorangriffen. Inzwischen sei die Satellitennavigation (GPS) so selbstverständlich, dass sich ein Terrorpilot wohl kaum von einer Vernebelung irritieren ließe, heißt es laut SWR bereits 2008 in einem Kurzgutachten.
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