Innsbrucks Prachtstraße, die Maria-Theresien-Straße, steht kurz vor der Fertigstellung. Mit dem Abrücken der Baumaschinen dominieren Passanten und Fahrradfahrer die neue, große Fläche. Täglich spazieren laut Studie etwa 40.000 Menschen über die neuen Pflastersteine. Doch die Fußgängerzone hat auch noch andere "Kunden": Fahrradfahrer. Und das sind nicht wenige: Mehr als 600 Radler kreuzen stündlich die Wege der Fußgänger.
Mensch und "Maschine" genießen hier jedoch keine harmonische Partnerschaft. Die rasanten Fahrmanöver einiger "profilierter Menschen" bringen die Passanten nicht selten in gefährliche Situationen. "Etwa zehn bis 15 Prozent der Fahrradfahrer rasen wie völlige Spinner durch die Menschenmengen", bemerkte Verkehrs-Stadtrat Walter Peer.
Vermehrt Kontrollen, strikte Strafen
Der passionierte Biker findet es unmöglich, dass einige wenige Rowdys den Ruf aller Fahrradfahrer zunichte machen. "Ich habe hier eine Aktion mit der Fahrradpolizei geplant. Es werden ab sofort vermehrt Kontrollen durchgeführt und es wird auch strikt gestraft."
Rechtlich: Die Maria-Theresien-Straße ist als Fußgängerzone deklariert, von der Radfahrer ausgenommen sind. Sie dürfen in Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Bei Verstoß drohen Mahnung, Geldstrafe (25 Euro) oder Anzeige.
Auch das Abstellverhalten stört. Peer: "Wir haben zu wenig Stellplätze für die vielen Räder." Die Prachtstraße verkommt zum "Fahrrad-Friedhof". Deshalb hat Peer das westliche Ende der Meranerstraße für einspurige Fahrzeuge reservieren lassen. Gemeinderat Rudi Federspiel fordert die Verbannung der Radler. "Die sollen schieben."
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.