25.02.2020 06:00 |

Endlich modernisiert

Wiens Pandemieplan jetzt mit fünf Phasen

Kaum zu glauben: Sogar Nigeria hat einen aktuelleren Pandemieplan als Wien - oder hatte: Die Stadt hat ihn endlich modernisiert. Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker ist weit davon entfernt, Panik verbreiten zu wollen (die auch nicht angebracht wäre), aber er ist Realist: „Eine Infektion kann jeden Tag stattfinden. Wenn man sich die europäische Landkarte ansieht, dann ist es reiner Zufall, dass es Österreich nicht betrifft.“

Auf Basis von Zufällen lassen sich natürlich keine brauchbaren Abwehrmaßnahmen errichten, und so braucht eine Stadt wie Wien einen aktuellen Pandemieplan. Den es bis vor Kurzem nicht gab. Das Influenza-Geschreibsel war noch aus dem Jahr 2006, unterzeichnet von Gesundheitsstadträtin Renate Brauner.

Aber die Stadt hat den Uralt-Pandemieplan endlich aktualisiert. Und das sind die fünf einkalkulierten Eskalationsstufen: 

  • Interpandemische Phase: Normale Influenzaaktivität. Zeit für Planungen und Übungen.
  • Alarmphase: Humane Influenzaerkrankungen, die durch ein neuartiges Influenzavirus hervorgerufen werden, erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Je nach Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch folgt eine pandemische Phase oder bei Beruhigung der Lage dann wieder der Regelbetrieb in der interpandemischen Phase.
  • Pandemische Phase: Eine vermehrte Übertragung des neuartigen Virus von Mensch zu Mensch erfordert gezielte eindämmende Maßnahmen. Dabei wird unterschieden, ob die Pandemie Europa/Österreich schon erreicht hat oder nicht.
  • Übergangsphase: Rückkehr zum Regelbetrieb mit erhöhter Aufmerksamkeit, da weitere Erkrankungswellen nicht ausgeschlossen werden können.
  • Wieder interpandemische Phase

Die genauen Reservekapazitäten der Stadt sind im Wiener Plan aus Sicherheitsgründen übrigens nicht mehr aufgelistet.

Kronen Zeitung

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