22.02.2020 17:54 |

Weniger Widmungen

Land setzt künftig auf Geodaten aus dem Weltraum

In Salzburg wird weniger Bauland gewidmet. Waren es 2013 noch 111,9 Hektar neu gewidmeter Fläche, sank die Zahl im Vorjahr auf 46 Hektar. „Eine Trendumkehr im Flächenverbrauch“, diagnostiziert Raumordnungs-Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Um einen noch genaueren Überblick über den Bodenverbrauch in Salzburg zu haben, setzt das Land künftig auf Satellitendaten. Schon heuer soll der tatsächliche Basisbestand erhoben werden.

Trotz florierender Wirtschaft und steigendem Siedlungsdruck werden in Salzburg weniger Flächen verbraucht als früher. In den vergangenen zehn Jahren wurden im Schnitt 71,35 Hektar Bauland gewidmet. Im Vorjahr waren es nur noch 46 Hektar, davon waren 29,7 Hektar Wohnbauland. Landesrat Josef Schwaiger schließt daraus einen sparsameren Umgang mit Grund und Boden. Das habe das Land durch enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden geschafft. „Früher waren wir oft zu spät - heute versuchen wir uns schon früh in Projekte und Bauvorhaben einzugreifen. Wir sehen uns dabei als Serviceeinrichtung,“ betont der Landesrat für Raumordnung. Zudem setzen die Baulandmodelle der Gemeinden heute stärker auf verdichtete Wohnformen anstelle großzügiger Einfamilienhäuser. Das beginne schon bei der Parzellierung.

Das Land Salzburg will sich nicht länger auf die digitale Katastralmappe der Österreichischen Landesvermessung verlassen. Stattdessen sollen eigene Daten erhoben werden. Dabei setzt das Land auf Bilder aus dem Weltraum: „Wir haben ein Projekt gestartet, bei dem noch heuer über Satellitenbilder Echtdaten erhoben werden sollen“, verkündete Raumplanungslandesrat Josef Schwaiger. Im Herbst soll der Basisbestand erfasst sein - die Grundlage für jährliche Dokumentationen zum Flächenverbrauch. Auch Flugbilder sollen zur Erhebung metergenauer Daten herangezogen werden. Das alles passiert selbstverständlich unter Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung, betont Landesrat Schwaiger.

Auch bereits gewidmetes, aber unbebautes Bauland soll mobilisiert werden. Das soll mit der Infrastrukturabgabe, die 2023 in Kraft tritt, gelingen. Alleine für Zweitwohnsitze sind 25 unbebaute Hektar gewidmet.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 04. April 2020
Wetter Symbol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.