18.02.2020 13:06 |

Mann will weiterfahren

Bub (3) stürzt samt Kindersitz aus fahrendem Auto

So etwas sieht man sicher nicht alle Tage: In Leipzig ist ein Dreijähriger samt Kindersitz aus einem fahrenden Auto gefallen. Er wurde verletzt, doch sein Vater wollte den Vorfall offenbar vertuschen. Vor den Augen mehrerer Zeugen packte der Mann das blutende Kind samt Kindersitz wieder in den Wagen und fuhr einfach weiter …

Zu dem schockierenden Vorfall war es am Sonntagnachmittag in der Prager Straße in Leipzig gekommen. Der Lenker bog mit seinem Pkw gerade ab, als sich die rechte hintere Türe öffnete und sein Bub samt Kindersitz aus dem Wagen fiel. Augenzeugen zufolge hielt der Fahrer kurz an, packte das im Gesicht blutende Kind samt Sitz wieder in den Pkw und fuhr weiter.

Allerdings nicht ohne für weiteres Drama zu sorgen. Eine Frau stellte sich ihm nämlich in den Weg, musste aber zur Seite springen, als der Wagen auf sie zufuhr, wie deutsche Medien berichteten. Und auch ein Fahrradfahrer, der sich ebenfalls vor das Auto stellte, um den Fahrer am Weiterfahren zu hindern, musste ausweichen.

Da sich Passanten aber zum Glück das Kennzeichen gemerkt hatten, wurde der Fahrer schnell ermittelt. Es handelte sich um die Mutter des verletzten Kindes, die während des schockierenden Vorfalls am Beifahrersitz befand. Polizisten konfrontierten die Eltern des Kindes dann in ihrer Wohnung mit dem Unfall.

Der Vater des Buben gab gegenüber den Beamten an, sein Sohn habe die Tür geöffnet. Wie das Kind dann aber samt Kindersitz aus dem Wagen stürzen konnte, dafür konnte der Mann zunächst keine Erklärung liefern. Der Dreijährige wurde ins Spital gebracht, sein Vater wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.

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