13.02.2020 09:00 |

Quer durchs Land

Die Bahn erlebt in Salzburg einen neuen Aufschwung

Der Personenschienenverkehr erlebt in Salzburg gerade einen neuen Frühling. Selten zuvor wurde an so vielen Schienen-Projekten gleichzeitig gearbeitet und so viel investiert wie in den kommenden Jahren. Flachgautunnel, Regionalstadtbahn, Pinzgauer- und Salzburger Lokalbahn und Mattigtalbahn kosten Milliarden.

Bei den derzeit geplanten Bahn-Projekten könnte man rasch die Übersicht verlieren. Vom Bau des Flachtunnels bis hin zur Elektrifizierung der Pinzgauer Lokalbahn: Es rührt sich was. Schon im heurigen Jahr werden Zugkunden erste Veränderungen spüren. Denn im Dezember wird der Bau des dritten Gleises für die Mattigtalbahn zwischen Neumarkt und Steindorf fertiggestellt. Dann erfolgt die Elektrifizierung.

Diese ist ja auch für die Pinzgauer Lokalbahn geplant. Ein Stichgleis nach Kaprun ist dann möglich. Pläne dafür gibt es schon länger und müssen quasi nur noch entstaubt werden. Das gilt ebenso für die Verlängerung bis zu den Krimmler Wasserfällen. Interessante Zahlen aus dem Pinzgau: Wurden 2019 nur etwas mehr als 200 Jahreskarten für die Öffis verkauft, sind es jetzt nach der Umstellung auf die Regionentickets schon mehr als 700 – und das seit dem 1. Jänner.

Neben der Mattigtalbahn zählt vor allem die Salzburger Lokalbahn als Hauptschlagader für die Pendler aus dem Norden. Da wird seit Jahren über die Verlängerung nach Oberösterreich diskutiert. Konkreter ist der zweigleisige Ausbau auf der Bestandsstrecke – die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Damit wäre dann ein durchgehender 15-Minuten-Takt möglich.

Auch hier liegen der „Krone“ aktuelle Zahlen vor: Am Park&Ride-Platz in Lamprechtshausen sind 60 Prozent der 150 Parkplätze mit Pendlern aus Oberösterreich besetzt. „Das zeigt, dass eine Verlängerung der Lokalbahn Sinn machen würde“, sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP).

Felix Roittner

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