12.02.2020 09:04 |

Warnstreik

Stummer Schlachtruf in der Sozialwirtschaft

Nachdem auch die fünfte Verhandlungsrunde für einen Kollektivvertrag scheiterte, wurde am Dienstag im stillen Kämmerlein gestreikt.

Die Angestellten von Pro Mente Reha waren am Dienstag die ersten, die in Salzburg die Arbeit niederlegten. Normalerweise kümmern sie sich um die psychische Gesundheit ihrer Patienten – in ihrem zweistündigen Warnstreik um die eigene. Dabei haben sie das gar nicht nötig, wie die Streikleitung betont: „Bei uns im Betrieb ist alles gut, aber wir solidarisieren uns mit anderen aus der Branche.“ Genauer wollten die zehn streikenden Angestellten das aber nach Rücksprache mit der Geschäftsführung lieber nicht ausführen. Die Leiterin der Reha-Einrichtung, Agnes Pohlhammer, betonte: „Während des Streiks war die Patientenversorgung die ganze Zeit gewährleistet.“

Der Schlachtruf von Gewerkschaftschef Gerald Forcher verstummte somit vor verschlossenen Türen. Ein starker Auftritt schaut anders aus. Den erwartet sich Forcher aber für Donnerstag, wenn die Angestellten der Salzburger Lebenshilfe und der Volkshilfe die Arbeit niederlegen. „Uns fällt der Schritt nicht leicht, es ist aber die einzige Möglichkeit, unserer Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung Nachdruck zu verleihen.“ Nächste Woche wird weiter verhandelt - sollte es keine Einigung geben, drohen „echte Streiks“.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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