Landestheater Linz:

„Das Dunkle, Schwere endet in Aufbruchsstimmung“

Clara Luzia (41), geboren als Maria Priemer-Humpel, singt gerne über Weltschmerz. Die Wiener Musikerin, längst Fixstern der heimischen Musikszene, steuert beim Theaterstück „Totenwacht“, nach einer Erzählung von Marie von Ebner-Eschenbach, Sounds und Lieder bei. Das Drama zwischen Arm und Reich hat am Sonntag Premiere auf der Studiobühne des Landestheaters.

„Krone“: Sie proben gerade mit Regisseurin Sara Ostertag Ebner-Eschenbachs Stück „Totenenwacht“. Ist das auch eine persönliche Premiere am Landestheater?
Clara Luzia: Ja, ich bin schon öfters im Posthof aufgetreten, aber noch nie im Theater hier.

„Krone“: Welche Musik komponieren und singen Sie?
Clara Luzia: FM4-Musik, Indie-Rock mit Gitarrenzeug. Bei „Totenwacht“ weiche ich auf Klavier und Horn aus, ich spiele und singe live.

„Krone“: Wie entsteht der Sound zum Stück?
Clara Luzia: Ich startete erst nach der ersten Probe mit dem Komponieren. Dann ging es schnell, es gibt ein paar Lieder und mehrere Sounds.

„Krone“: Wie denken Sie über Marie von Ebner-Eschenbach?
Clara Luzia: Sie ist für mich immer mit Dunkelheit und Schwere verbunden, sie schrieb sicher keine Entspannungslektüre. Das Stück „Totenwacht“ ist natürlich auch keine leichte Kost, aber es endet in Aufbruchsstimmung.

„Krone“: Was mögen Sie daran?
Clara Luzia: Ich mag die Stimmung, ich mag, wie die Bilder und die Musik schwingen. Ein schönes Ganzes!

„Krone“: Sie kennen Regisseurin Sara Ostertag schon länger?
Clara Luzia: Ich habe vor zwei Jahren mit ihr ein Kindermusiktheaterstück gemacht, dieses Jahr machen wir noch eines zusammen. Sie ist fordernd, hat klare Vorstellungen.

„Krone“: Sie leben von der Musik?
Clara Luzia: Ich schreibe Musik für Theaterproduktionen, für Filme, ein großes Projekt war die Filmmusik für Andreas Prochaskas Film „Das finstere Tal“. Und ich habe ein eigenes Label. Ich schreibe alles selbst. Mein Dauer-Hit auf Spotify ist „Morning Light“, ein neuer Hit „When the streets“ vom letzten Album. Mit allen drei Standbeinen geht es gut.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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