Nach Bau-Groteske

Granit aus China hat positive Folgen

Granit aus China auf einer Landesstraßenbaustelle im Granitland Mühlviertel – dieses Symbol für die Auswüchse der Globalisierung hat zunehmend positive Folgen. Im Wirkungsbereich von Straßenverwaltung und Gebäudemanagament haben LH Thomas Stelzer (VP) und Landesrat Günther Steinkellner (FP) gehandelt.

„Wenn Baumaterial um die halbe Welt geschifft wird, verursacht das einen CO2-Ausstoß, der unnötig hoch ist. Wir wollen regionale Rohstoffe forcieren – das schont das Klima und unterstützt die heimische Wirtschaft“, beziehen LH Thomas Stelzer und Landesrat Günther Steinkellner grundsätzliche Position.

Konkret wurden im Bereich der Abteilungen Straßenverwaltung und Gebäudemanagement des Landes bzw. der Landesimmobiliengesellschaft (LIG) bisher folgende Schritte gesetzt:

  • Bei Direktvergaben (bis zu 100.000 Euro netto) sind regionale Auftragnehmer und Baustoffe aus Österreich zu bevorzugen.
  • Bieter aus Drittstaaten (die also keinen Sitz in der EU bzw. im weiter gefassten Europäischen Wirtschaftsraum haben) werden zukünftig von der Teilnahme an Vergabeverfahren ausgeschlossen (soweit dem keine völkerrechtlichen Vereinbarungen entgegenstehen).
  • Betreffend der Granitleistensteine (das war der Aufreger im Mühlviertel und anderswo) wird in die allgemeinen Vorbemerkungen für alle Bauausschreibungen der Abteilung Straßenneubau und -erhaltung ab der Bausaison 2020 ein Passus aufgenommen, dass nur „im EU-Raum gewonnene Steinmaterialien“ verbaut werden dürfen.

Kampf um Regionalität
Doch der Kampf um Regionalität geht weiter. So wird sich Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) im Ausschuss der EU-Regionen in Brüssel auch heuer vehement dafür einsetzen, bei öffentlichen Ausschreibungen auch ökologische Vergabekriterien zu berücksichtigen.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Freitag, 25. September 2020
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