15.01.2020 13:07 |

Explosion in Spanien

Metallplatte flog kilometerweit: Pensionist tot

Durch jene Explosion in einem Chemiewerk in Spanien, nach der man am Dienstag zunächst von einem Todesopfer ausgegangen war, ist offenbar auch eine zweite Person getötet worden. Wie die spanischen Behörden am Mittwoch mitteilten, starb auch ein Mann, dessen Haus von einer 800 Kilo schweren Metallplatte, die kilometerweit durch die Luft geschleudert worden war, getroffen wurde.

Bei dem Toten handelt es sich um einen kürzlich in Pension gegangenen Obsthändler. Er erlag den schweren Verletzungen, die er durch den Einschlag der Metallplatte und dem anschließenden Einsturz erlitt.

Mitarbeiter starb auf Werksgelände
Augenzeugen der Explosion sprachen von einer „beängstigenden Feuerkugel“ in Torreforta, einem Vorort der 800.000-Einwohner-Stadt Tarragona im Nordosten des Landes. Bei dem zweiten Toten handelt es sich um einen Mitarbeiter der Chemiefirma. Seine Leiche war am Mittwoch in den Trümmern auf dem Werksgelände entdeckt worden. Bei der Explosion wurden zudem acht Menschen verletzt, es handelt sich vorwiegend um Mitarbeiter. Einer der Verletzten war am Mittwoch noch in einem kritischen Zustand.

Warnung vor giftigen Dämpfen
Die Ursache des Unglücks, das sich kurz vor 19 Uhr ereignete, war am Mittwochvormittag noch unbekannt. Die Behörden hatten zunächst vor giftigen Dämpfen gewarnt und die Anrainer dazu aufgerufen, nicht ins Freie zu gehen. Der Zivilschutz gab nach rund zwei Stunden aber Entwarnung.

Druckwelle kilometerweit spürbar
Die Druckwelle war kilometerweit spürbar. Auch lange nach der Explosion war von Weitem noch eine hohe Rauchwolke zu sehen. Mehrere Straßen und der Zugverkehr waren stundenlang gesperrt. Mit einem Großaufgebot kämpfte die Feuerwehr die Nacht über gegen die Flammen.

In der Chemiefabrik wird Ethylenoxid produziert. Das Gas ist hochentzündlich und wird für die Herstellung unter anderem von Reinigungs- und Lösungsmitteln benutzt.

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