14.01.2020 10:10 |

Ladezeiten-Killer

Wie schnell werden die neuen Konsolen wirklich?

Rechtzeitig zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft sollen zwei neue Spielkonsolen in den Regalen des Handels stehen: PlayStation 5 und Xbox Series X. Manches weiß man schon über die neuen Gaming-Geräte, viele Details zur Hardware und der damit erzielbaren Leistung liegen aber noch im Dunkeln. Insiderinfos heizen nun die Gerüchteküche an.

Der deutsche IT-Blog „WinFuture“ hat den aktuellen Stand der Spekulationen zusammengetragen. Laut Insidern soll die nächste PlayStation demnach eine Grafikleistung bieten, die sogar oberhalb der hochpotenten rund 600 Euro teuren PC-Grafikkarte Nvidia Geforce RTX 2080 liegt. Konkret nennt ein Insider eine Rechenleistung von 10,6 Teraflops für die PS5.

Bereits bekannt ist, dass Sony bei seiner neuen PlayStation - wie Rivale Microsoft bei der Xbox Series X - auf einen eigens entwickelten Chip von AMD als Herzstück setzt. Der soll mit dem PC-Prozessor Ryzen verwandt sein und eine starke integrierte Radeon-Grafikeinheit mit „Navi“-Architektur aufbieten.

Geheimer AMD-Grafikchip sorgt für Spekulationen
AMDs bisher für den PC veröffentlichte Navi-Grafikkarten spielen zwar eher in der Mittelklasse, jüngst sorgte aber ein bislang unbekannter AMD-Grafikchip für Furore, der unverhofft im Ranking eines Benchmark-Leistungstests auftauchte und darin den stärksten Nvidia-Grafikchip um rund 17 Prozent übertrumpfte. Das sehen viele als Beweis, dass AMD ein heißes Eisen im Feuer hat, das vielleicht auch in der PS5 eine Rolle spielen wird.

Bei der Xbox Series X tauchten zuletzt Informationen zur Speicherausstattung auf, die aufhorchen lassen. Dass die neue Microsoft-Konsole - ebenso wie die PS5 - zur Minimierung von Ladezeiten auf schnellen SSD-Speicher statt auf eine konventionelle Festplatte setzen wird, war bereits bekannt. Insider plauderten nun aus, wie schnell der SSD-Speicher der neuen Xbox sein soll: Satte sieben Gigabyte pro Sekunde könnten möglich werden, wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, dass Microsoft bei seiner neuen Xbox einen SSD-Controller mit dem neuen PCIe-4.0-Standard einbaut.

Ladezeiten könnten fast völlig verschwinden
Ist der Massenspeicher der neuen Xbox - jener der PS5 dürfte nicht viel anders ausfallen - wirklich so schnell, könnten Ladezeiten beim Spielen fast völlig verschwinden. Entwickler könnten den SSD-Speicher sogar als Erweiterung des Arbeitsspeichers benutzen.

Für den Endbenutzer bleibt hier noch die nicht ganz unwichtige Frage offen, wie viel SSD-Speicher die neuen Konsolen mitbringen. Angesichts dessen, dass teure Spieleproduktionen heute durchaus 50 Gigabyte und mehr Speicherplatz brauchen können, hoffen viele sicher auf möglichst viel Speicher, was allerdings wieder den Preis der Konsolen in die Höhe treiben würde. Für ein Terabyte via PCIe angebundenen SSD-Speicher zahlen PC-Nutzer aktuell etwa 100, für zwei Terabyte rund 200 Euro.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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