09.01.2020 13:17 |

Babyname Muhammed

Aktivist zeigt Dominik Nepp wegen Verhetzung an

„Genug ist genug“ - mit diesen Worten hat ein Wiener Aktivist seinem Ärger auf Facebook Luft gemacht. Stein des Anstoßes: die Reaktion des geschäftsführenden Wiener FPÖ-Obmanns Dominik Nepp auf die Veröffentlichung der beliebtesten Namen der 2019 in der Bundeshauptstadt geborenen Babys. Wie berichtet, war in drei Bezirken der Vorname Muhammed am beliebtesten. Nun hat Aktivist Muhammed Yüksek Nepp angezeigt.

„Die Herrschaften von der FPÖ glauben, sie haben ein Freifahrtticket in Österreich und können gegen eine gewisse Minderheit in Österreich hetzen, meiner Meinung nach“, lässt Yüksek, der sich bei der SPÖ engagiert, am Anfang seines Videos wissen. Er zeigte sich erzürnt über die Aussendung Nepps vom Mittwoch im Zuge der Veröffentlichung der beliebtesten Wiener Babynamen.

„Keine Stadt Muhammeds im Herzen Europas“
Wie berichtet, war in den Bezirken Favoriten, Rudolfsheim-Fünfhaus und Brigittenau der Name Muhammed am häufigsten bei Buben gewählt worden, woraufhin sich Nepp ein „alarmierendes Symptom“ dafür sah, „wie sehr die ungehemmte Zuwanderung bereits unsere Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie bedroht“. „Wir brauchen keinen islamistischen Gottesstaat und wollen keine Stadt Muhammeds im Herzen Europas. Die Islamisierung bedroht unseren sozialen Frieden“, so Nepp.

Und weiter: „Die Zuwanderung wurde von der SPÖ und den Grünen importiert und mit Sozialgeschenken richtiggehend gefördert“, hieß es in der Aussendung Nepps weiter. „Ich werde nicht aufhören, um unsere Wiener Kultur und Sicherheit zu kämpfen“, schloss der Vizebürgermeister.

„Er hebt ersichtlich den Namen Muhammed hervor“
Nicht zuletzt aufgrund der immer wiederkehrenden Betonung des Namens Muhammed entschloss sich der Aktivist, der ebendiesen Vornamen trägt, bei der Polizei Anzeige zu erstatten - und zwar wegen Verhetzung. „Er hebt ersichtlich den Namen Muhammed hervor und bringt es mit irgendwelchen terroristischen, islamistischen Sachen in Verbindung“, so Yüksek weiter.

Deshalb rief der Aktivist im selben Atemzug auch dazu auf, es ihm gleichzutun: „Jeder, der sich irgendwie angegriffen fühlt, hat jetzt die Möglichkeit, eine Anzeige zu erstatten, direkt bei der Polizei.“

„Sachverhaltsdarstellung übermittelt“
Polizeisprecher Paul Eidenberger bestätigte auf krone.at-Nachfrage am Donnerstagvormittag, dass in gegenständlicher Sache von der Polizeiinspektion „eine Sachverhaltsdarstellung zur strafrechtlichen Prüfung an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft übermittelt“ worden sei.

„Klarmachen, dass auch die Paragrafen für ihn gelten“
„Irgendwann muss man auch dem Dominik Nepp mal klarmachen, dass die Paragrafen auch für ihn gelten und er keinen Freifahrtsschein hat“, so Muhammed Yüksek. Yüksek hatte bereits im Jahr 2018 nach der Veröffentlichung des höchst umstrittenen „Ali-Videos“ mobilisiert und sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern der Groß-Demo am 15. Dezember 2018 gegen die türkis-blaue Regierung angeschlossen.

Am Donnerstag meldete sich FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf in der Causa via Aussendung zu Wort: „Die SPÖ schreckt leider nicht davor zurück, auch radikale Vertreter des Islam in politische Positionen zu hieven, um sich die Stimmen der Community zu sichern. Diese ,Hinter uns die Sintflut‘-Politik hat die FPÖ schon oft kritisiert“, so Stumpf. Dass nun „ein SPÖ-Moslem“ den Vizebürgermeister wegen dessen „nicht genehmer Meinung zur Ausbreitung des Islam in Wien“ anzeigt, beweise nur, „welchen Weg SPÖ, Grüne und radikale Islamisten gemeinsam in Wien und Österreich einschlagen wollen: eine Meinungsdiktatur zugunsten weiterer Islamisierung, nicht gefällige Haltungen sollen verboten und unter Strafe gestellt werden“.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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