31.12.2019 07:27 |

Nach versuchtem Mord

Chanukka-Attentäter wegen Hassverbrechen angeklagt

Nach dem Messerangriff auf eine jüdische Chanukka-Feier in Monsey im US-Bundesstaat New York mit fünf Verletzten muss sich der mutmaßliche Täter auch wegen Hassverbrechen verantworten. Es seien handschriftliche Aufzeichnungen und Indizien auf seinem Handy gefunden worden, die auf ein antisemitisches Motiv des Mannes deuteten, teilten Ermittler des FBI am Montag mit.

Auch bei der Durchsuchung der Wohnung des 37-Jährigen seien handgeschriebene Tagebücher mit judenfeindlichen Äußerungen entdeckt worden, hieß es. Darin gebe es auch Verweise auf Adolf Hitler, „Nazi-Kultur“ sowie ein gemaltes Hakenkreuz und einen Davidstern. Der Festgenommene habe zudem im Internet nach jüdischen Gotteshäusern in der Region gesucht, erklärten die Staatsanwälte. Die Ermittler legen dem 37-Jährigen ein Hassverbrechen zur Last.

Lebenslange Haft droht
Der Mann ist bereits des fünffachen versuchten Mordes und des Einbruches angeklagt und hat auf nicht schuldig plädiert. Er hatte laut seinem Anwalt in der Vergangenheit immer wieder mit psychischen Krankheiten gekämpft. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Fünf Menschen mit Machete verletzt
Der Angreifer hatte am Samstag während des jüdischen Chanukka-Fests in Monsey das Haus eines Rabbiners gestürmt und fünf Menschen mit einer Machete verletzt. Der Täter konnte zunächst fliehen, wurde dann aber festgenommen.

New Yorks Bürgemeister ortet „Krise“
Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio prangerte am Montag einen wachsenden Antisemitismus an und sprach von einer „Krise“. In den USA hat die antisemitische Gewalt in den vergangenen Jahren zugenommen. Erst am 10. Dezember töteten zwei Angreifer in Jersey City bei einer Attacke auf ein jüdisches Geschäft drei Menschen, nachdem sie zuvor einen Polizisten erschossen hatten. Die Angreifer wurden bei einem mehrstündigen Feuergefecht von der Polizei erschossen.

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