Monika D. (40) ist verzweifelt: "Wir haben Exekutionen und wissen nicht, wie wir das schaffen sollen! Auf der einen Seite ist der Rohbau, den wir nicht fertigstellen können und auf der anderen ein Berg Schulden, weil unser Rechtsanwalt Geld vom Kaufpreis für unser altes Haus veruntreut hat!"
Geld, das auf einem Treuhandkonto lag. Zumindest waren die Klienten dieser Ansicht. Doch der Jurist soll auch hier manipuliert haben, sodass die Versicherung sich nicht zuständig fühlt. Und die Kärntner Anwaltskammer ist auch der Ansicht, dass sie außen vor bleibt. "Warum sollen 263 Anwälte für ein schwarzes Schaf zahlen?", meint Präsident Gernot Murko. "Wir werden sicher nicht für einen untreuen Kollegen haften!" Er rät den Opfern, sich an die Bank zu wenden. Diese hätte dem Advokaten die Summe gar nicht geben dürfen.
"Die Bank meint auch, alles richtig gemacht zu haben", sagt Monika D. "Übrig bleibt meine Familie, der niemand hilft!" Auch ein Bittgesuch an den Bundespräsidenten blieb erfolglos.
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