23.12.2019 14:48 |

Steirische Christbäume

„Grüne Weihnachten“ schaffen ein gutes Klima

Frisches Grün, herrlicher Duft, natürlicher Luftbefeuchter und noch dazu Klimaretter: Wer sich für den Kauf eines steirischen Christbaums entscheidet, macht sich zu Weihnachten nicht nur selbst ein Geschenk.

Schlank und dicht muss er sein, und recht hochgewachsen - sagen die einen (übrigens die allermeisten). Andere mögen ihn lieber kleiner und schön rund. Gerade eben hat ein Kunde einen 5,5 Meter großen für sein Loft angefragt: „Das ist aber die Ausnahme“, lacht Christbaum-Bäuerin Martina Lienhart, die jetzt, so kurz vor Weihnachten, auf ihrem Verkaufsstand in Graz-Straßgang noch alle Hände voll zu tun hat.

Geschmäcker sind verschieden
Dass die Geschmäcker beim Kauf eines Christbaums so unterschiedlich sind wie die Farben der Kugeln, die später auf ihm hängen, weiß die 44-Jährige aus jahrzehntelanger Erfahrung: „Meinungsverschiedenheiten, welcher Baum denn nun der richtige sei, stehen an der Tagesordnung. Oft genug kommt es auch vor, dass das auserwählte Stück sogar wieder zurückgebracht und umgetauscht wird“, erzählt die zweifache Mutter, die in Unterlamm und Seiersberg auf insgesamt 13 Hektar Christbäume kultiviert.

„Was gibt es denn da zu tun? Die Bäume wachsen ja eh von alleine!“, ist eine Behauptung, die die Frau immer wieder zu hören bekommt; und sie immer wieder zornig macht: „Der durchschnittliche Christbaum ist bei seinem Verkauf etwa 1,70 Meter hoch. Bis er diese Größe erreicht hat, wurde er erst einmal vier Jahre lang in einem Topf gezogen, danach sechs bis zehn Jahre hindurch ordentlich gepflegt“, betont Lienhart. Das Korrigieren von Wuchsfehlern sei die meiste Arbeit: „Grundsätzlich gilt - je gleichmäßiger ein Baum ist, desto mehr Arbeit steckt darin. Ich sag’ immer: Ein guter Fassonschnitt ist wie beim Frisör das Um und Auf für einen hübschen Wuchs“, erklärt die Expertin.

„Dann halten die Nadeln ewig“
Aus dem Wald geholt werden die Bäume übrigens am liebsten an genau einem Tag: Und zwar am dritten Tag vor dem elften Vollmond im Jahr. „Dann bleibt der Baum einfach viel länger frisch und die Nadeln halten ewig“, schwört die Frau.

Da Martina Lienhart eine von 82 heimischen Produzenten ist, die die Marke „Steirischer Christbaum“ (zu erkennen an der rot-weiß-roten Banderole), führt, ist ihr Aufwand noch größer: „Die Mitglieder dieser Initiative haben sich strengen Regeln unterworfen und garantieren eine nachhaltige und ökologische Produktion“, erklärt die Frau die höheren Preise.

Gute Langlebigkeit
Dass sich die Investition in heimische Qualitätsware lohnt, beweist auch deren Langlebigkeit: „Weggeworfen wird bei mir nichts“, betont Lienhart. So auch nicht die übrig gebliebenen Bäume: „Diese werden nach Weihnachten zusammengesammelt und als Dekoration für den Bauernbundball verwendet. Und der ist bekanntlich erst im Februar!“

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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