Die Produktion bleibt eingeschränkt, die Lagerbestände sind vor dem Winter ungewöhnlich stark abgebaut. Die Internationale Energieagentur warnt vor einer anhaltenden Diesel-Knappheit – bis weit ins kommende Jahr hinein.
Die Lage an den Dieselmärkten ist laut einem aktuellen Bericht der IEA extrem angespannt. Auslöser für die Verknappung sind Produktionsausfälle infolge von Angriffen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Allein im September seien die Dieselausfuhren aus dem Nahen Osten und Russland um zusammen 1,3 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen, teilte die Agentur mit. Um die Preise zu dämpfen, koordinieren die IEA-Mitgliedsländer derzeit die Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl und Diesel aus ihren strategischen Reserven.
Weitreichende wirtschaftliche Folgen
Die IEA warnt zudem vor weitreichenden wirtschaftlichen Folgen. Die Rekordpreise für Diesel trieben bereits die Kosten für Waren in die Höhe, belasteten die Realeinkommen und die Konjunktur. Zwar erwartet die IEA eine Erholung der weltweiten Raffinerieproduktion gegen Ende des Jahres.
Dies werde jedoch nicht ausreichen, um das in diesem Jahr entstandene Defizit auszugleichen, heißt es. Für 2027 rechnet die IEA jedoch mit einem Anstieg des weltweiten Ölangebots, der den Markt wieder in einen Überschuss kippen lassen könnte.
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