Überfall auf Dorf
Westjordanland: Radikale Siedler zünden Moschee an
Das Westjordanland bleibt ein Pulverfass: In dem besetzten Gebiet, in dem vor allem Palästinenser leben, sollen israelische Siedler eine Moschee in Brand gesetzt haben. In Medienberichten sind Aufnahmen von Schäden am Eingang des Gotteshauses im Ort Michmas nördlich von Jerusalem zu sehen.
Unter anderem die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, dass auch ein angezündetes Auto vollständig niedergebrannt sei. Demnach waren in der Nacht Dutzende Siedler in das palästinensische Dorf Michmas eingedrungen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Pulverfass Westjordanland
Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg nochmals zugespitzt.
Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1100 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen oder eigenen Anschlägen getötet.
Zugleich hat die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser stark zugenommen. Dem israelischen Militär wird dabei immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug dagegen vorzugehen. Für den aktuellen Zwischenfall hat das Militär lediglich erklärt, dass die Angelegenheit geprüft werde.
Netanyahu warnt Palästinenser vor Angriffen
Während gegen die radikalen Siedler eher lasch vorgegangen wird, hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu Palästinenser vor Angriffen vor der in zwei Wochen anstehenden Parlamentswahl gewarnt. „Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet“, sagte er in einem von seinem Büro verbreiteten Video vor Ort. Vorbereitet sei Israel auch auf eine sogenannte „Waffenwende“.

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