Dilemma für Ärzte

Zeugin Jehovas lehnt Blutkonserve ab - OP verweigert

Aus Glaubensgründen hat sich eine Zeugin Jehovas aus Gramastetten geweigert, für eine Blinddarmoperation einer möglicherweise notwendigen Bluttransfusion zuzustimmen. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz hat daraufhin den Eingriff abgelehnt. Die Mühlviertlerin wurde ins AKH verlegt und dort operiert.

Die Zeugen Jehovas lehnen aus religiöser Überzeugung Bluttransfusionen ab, bringen damit regelmäßig nicht nur ihr eigenes Leben in Gefahr, sondern auch die behandelnden Ärzte ins Dilemma. Eine junge Frau aus Gramastetten wurde mit Blinddarmentzündung ins Spital der Barmherzigen Schwestern in Linz eingeliefert. Dort weigerte sie sich aber, für den Notfall einer Bluttransfusion zuzustimmen. Die Patientin wurde ins AKH verlegt, dort operiert – ohne Bluttransfusion.

AKh-Anästhesieprimar Hans Gombotz ist sauer: "Bei diesem Eingriff gibt's keine Komplikation, die Transfusionen nötig machen würde. Das war wirklich nicht fair von dem Ordensspital. Jeder Patient hat bei der Behandlung ein Recht auf Selbstbestimmung!"

Bei den Barmherzigen Schwestern beruft man sich auf den eigenen Ehrenkodex.

Kronen Zeitung

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