Unmut in Mühlau

Neue Wohnanlage im Stadtteil geplant – Anrainer skeptisch

Tirol
17.06.2010 09:00
Die geplante Bebauung des ehemaligen Olea-Areals in Mühlau sorgt für Unmut bei der Bevölkerung. Die Stadt Innsbruck gab ihr grundsätzliches Ja zu einer großen Wohnanlage, um den Stadtteil zu beleben. Die Anwohner befürchten Parkprobleme, Verkehrschaos und Ortsbild-Schädigung. Unterschriften wurden gesammelt.

Dass die Anlage für über 60 Wohnungen den Innsbrucker Stadtteil verändern wird, das ist unbestritten. Doch während Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer die Belebung positiv sieht, haben Anrainer größte Bedenken. Schon jetzt sei die Parkplatzsituation am Mühlauer Hauptplatz sowie in der Kirch- und Holzgasse äußerst prekär – Gäste und Besucher von Kirche, Gasthäusern, Cafés, Volksschule, Kindergarten, Vereinsheimen, Apotheke, Arzt könnten davon ein Lied singen, so Bernhard Köffler. Dazu fürchten die Anrainer ein Verkehrschaos auf den Straßen und ein zum Negativen verändertes Ortsbild.

Um die Anliegen zu unterstreichen, wurde eine Einwendung formuliert, "die vom Großteil der Mühlauer unterschrieben wurde", so Köffler. Die Liste wird am Freitag in der Stadtplanung im Magistrat abgegeben.

So skeptisch die alteingesessenen Mühlauer das Projekt sehen, so positiv ist es für Christine Oppitz-Plörer: "Wir haben den ersten Entwurf als zu massiv abgelehnt, der jetzige wurde im Bauausschuss mit großer Mehrheit abgesegnet. Er ist ausgewogen und gut zu vertreten." Sie wisse natürlich, dass ein derartiges Projekt zu Veränderungen führe, "aber es werden junge Menschen hinziehen, und das kann nur positiv für den ganzen Stadtteil sein".

von Stefan Ruef, Tiroler Krone

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