Die Schwelle zur Armutsgefährdung liegt bei einem Einkommen von 951 Euro im Monat. In manifester Armut lebt, wer weniger als das verdient und sich Alltäglichkeiten nicht leisten kann, wie neue Kleidung, die Heizung usw. Mehr als 20.000 Grazern ergeht es so. Das ist knapp jeder Zwölfte.
Armut ungleich verteilt
Die Armut ist sehr ungleich auf die Bezirke aufgeteilt. So gibt es die meisten Sozialhilfebezieher in den Bezirken Lend, Gries, Jakomini und Eggenberg - die wenigsten in St. Peter, Ries, Waltendorf, Straßgang, St. Leonhard und Geidorf. Sozialstadträtin Edlinger: "Armut hat viele Gesichter. Vielen Betroffenen sieht man die schwierige Situation gar nicht an, weil sie aus Scham alles tun, um ihre Notlage zu verbergen."
Projekte sollen helfen
Die Stadt Graz investiert in viele Projekte - es gibt Lerncafés für Kinder, deren Eltern sich keine Nachhilfe leisten können, Arbeitsmarktprojekte mit dem AMS, Soziallotsen, die bei Behördenwegen helfen, Frühwarnsysteme und Unterstützung bei drohender Delogierung und Stromabschaltung usw. Edlinger will noch heuer einen Sozialmarkt in Graz umsetzen, in dem sozial Schwache günstig einkaufen können. Edlinger: "Was wir brauchen, sind ordentlich bezahlte Arbeitsplätze und die Chance auf Bildung für alle!" Und: "Ich fordere einen Mindestlohn von 1.300 Euro im Monat."
Daten und Fakten
von Gerald Richter ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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