25.11.2019 13:00 |

„Unkraut beseitigen“

Blaue schießen sich nach Debakel auf Strache ein

Für die Freiheitlichen verschärft sich die Lage nach der neuerlichen Wahlschlappe in der Steiermark weiter. Ein halbes Jahr nach dem Ibiza-Video hat sich die Partei immer noch nicht stabilisiert. An FPÖ-Chef Norbert Hofer übt allerdings kein Blauer offen Kritik - für seinen Vorgänger, der am Wochenende einen Comeback-Wunsch geäußert hatte, gilt das keineswegs.

Als die FPÖ bei der EU-Wahl im Mai krachend verloren hat, kündigte Generalsekretär Harald Vilimsky die „größte Wählerrückholaktion der Geschichte“ an. Doch auch ein halbes Jahr später ist davon nichts zu sehen. Auch bei der Landtagswahl in der Steiermark stürzte die FPÖ ab, verlor nahezu zehn Prozentpunkte und kam nur auf 17,3 Prozent.

Ins Visier genommen wird nicht Hofer, sondern Strache
Zwar verschärft sich die Lage für Parteichef Norbert Hofer dadurch weiter - die Partei ist in zentralen Fragen wie jener nach der Regierungsbeteiligung ja uneinig -, offen kritisiert ihn aber niemand. Ins Visier wird dafür Heinz-Christian Strache genommen, vor allem wegen seiner Rückkehr-Fantasien.

„Um wieder ernten zu können, muss das Feld von Unkraut befreit werden“
So richtete etwa der blaue Landesrat in Niederösterreich, Gottfried Waldhäusl, aus, dass die „Causa Strache beendet werden muss“. Er greift gar zu einem drastischen Vergleich: „Ein Bauer würde sagen: Um wieder ernten zu können, muss das Feld erst von Unkraut und Steinen befreit werden.“

Hafenecker: „Würde ihm Selbstreflexion raten“
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker hatte der Idee Straches für ein politisches Comeback als Wiener Parteichef bereits am Sonntag wenig abgewinnen können: „Strache ist aus vielen Ämtern freiwillig zurückgetreten, und jetzt setzte er so ein Posting ab. Ich würde ihm raten, in Selbstreflexion einzutauchen.“

Video: Mölzers Reaktion auf Straches Rückkehr-Fantasien

Und der ehemalige EU-Mandatar Andreas Mölzer (FPÖ) sagte: „Jeder männliche Katholik kann Papst werden, also wünschen kann man sich allerhand.“

Kronen Zeitung und krone.at

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