Großalarm für FF

Unwetter zogen in fast ganz NÖ Spur der Verwüstung

Niederösterreich
13.06.2010 09:03
Eine massive Sturm-, Gewitter- und Regenfront hat am Samstagabend für ein Chaos auf Niederösterreichs Straßen gesorgt. Fast in allen Bezirken des Landes gab es Großalarm für die Feuerwehren, wie es vonseiten des NÖ-Feuerwehrkommandos hieß. Gegen 20.30 Uhr verfinsterte sich der Himmel bedrohlich. Innerhalb weniger Minuten zogen dunkelschwarze Gewitterwolken auf. Windböen von bis zu 100 Stundenkilometern knickten im ganzen Land Hunderte Bäume.

Im Bezirk Korneuburg wurden geparkte Autos von umstürzenden Holzriesen völlig zertrümmert, verletzt wurde dabei zum Glück niemand. Schwer betroffen waren vor allem die Bezirke Korneuburg (100 Einsätze, 24 Feuerwehren), St. Pölten (85 Einsätze, 50 Feuerwehren), Tulln (54 Einsätze, 22 Feuerwehren) sowie Wien Umgebung (41 Einsätze, 13 Feuerwehren).

In Waldlesberg im Bezirk St. Pölten standen Dutzende Häuser unter Wasser, fast alle Straßenzüge waren völlig vermurt. Alleine in dieser Ortschaft waren neun Feuerwehren mit 110 Mitgliedern im Einsatz. Die mussten zu 60 Notfällen ausrücken.

Bis 22.15 Uhr blieben laut Feuerwehr lediglich die Bezirke Gmünd, Neunkirchen, Waidhofen an der Thaya, Scheibbs und Wiener Neustadt von den Unwetterkapriolen verschont. Insgesamt waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Niederösterreich 253 Feuerwehren in 16 Bezirken damit beschäftigt, 465 Einsätze abzuarbeiten. Die Palette reichte von umgestürzten Bäumen, überfluteten Kellern, vermurten Straßen, bis zu abgedeckten Hausdächern, teilte das Feuerwehrkommando mit.

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