12.11.2019 18:10 |

Konzern dementiert

Wackeln 1800 Jobs? Mega-Aufregung um Magna in Graz

Riesenaufregung wieder einmal beim Magna-Werk in Graz. Insgesamt soll laut Medienberichten der Abbau von 1800 Arbeitsplätzen drohen - sämtliche Leiharbeiter müssten gehen, heißt es. Aus politischen Gründen solle das aber erst nach der Landtagswahl offiziell werden. Bei Magna weist man das jedoch entschieden zurück. „Absoluter Nonsens“, hieß es aus der Chefetage des Konzern.

Die Verunsicherung bei den rund 10.000 Magna-Beschäftigten in Graz ist groß. Die Gerüchte um Kündigungen reißen einfach nicht ab. Die „Krone“ berichtete schon im September über einen bevorstehenden Abbau. Laut „Kurier“ soll der sogar noch drastischer ausfallen als befürchtet - statt 700 sollen 1800 Jobs in Thondorf gestrichen werden, sämtliche Leiharbeiter seien davon betroffen. Noch sei alles „top secret“ - um einen Wirbel vor der steirischen Landtagswahl zu vermeiden, solle das erst danach offiziell werden.

Mitarbeiter informiert
„Die Gerüchte entbehren zum jetzigen Zeitpunkt jeglicher Grundlage“, dementiert man bei Magna diesen Bericht aber entschieden. Auch die Mitarbeiter in Thondorf wurden am Dienstag darüber informiert, dass an der Sache „nichts dran“ sei. Aber natürlich könne man nicht sagen, was „beispielsweise in sechs Wochen“ sei.

Politik beruhigt
Auch die Politik ist bemüht, die Wogen zu glätten: Sowohl Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer als auch sein Stellvertreter Michael Schickhofer haben sofort bei Magna-Europa-Chef Günther Apfalter nachgefragt, ob an der Sache etwas dran sei. „Absoluter Nonsens“, war die klare Antwort. Die Auftragsbücher seien bis 2024 voll. Der Konzern bekenne sich klar zum Standort in Graz.

Schleppende Produktion
Fakt ist aber, dass man bei Magna nach wie vor auf der Suche nach neuen Aufträgen ist. Die Produktion des 5er-BMW verläuft schleppend - die Jaguar-Produktion soll zuletzt überhaupt für drei Wochen pausiert haben.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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