Skoda hat am Montagabend die Weltpremiere des Octavia gefeiert. Der tschechische Groß-Kompakte basiert auf der neuesten VW-Konzern-Architektur MQB-Evo, wirkt schnittig und modern wie nie. Außerdem nimmt er sich ganz frech das Recht auf den ersten Kombi, keine Spur bisher vom VW Golf Variant.
Der Skoda Octavia ist der direkte familieninterne interne Konkurrent des VW Golf, aber traditionell eine halbe Nummer größer: Auf jetzt 4,69 Meter Außenlänge bietet er innen richtig viel Platz für Gepäck und luftiges Raumgefühl, im Kombi wie auch in der Limousine. 600 Liter passen in den Kofferraum der Limousine, in den des Kombi noch 40 Liter mehr. Mit 2,69 Meter übertrifft der Radstand der vierten Generation den des Golf 8 um fünf Zentimeter. Danke, sagen die Passagiere in Reihe zwei.
Das Karosseriedesign ist sehr gelungen, abgesehen von der etwas klobigen Kühlergrill-Nase ist alles fein gezeichnet. In der Seitenansicht hat der Octavia sogar etwas BMW-artiges, nicht nur wegen des für die Münchner Autos typischen Hofmeisterknicks am Ende der Fensterlinie. Die Aluräder sind bis zu 19 Zoll groß. Scheinwerfer und Heckleuchten sind serienmäßig LEDs, optional werden LED-Matrix-Scheinwerfer angeboten.
Den Innenraum dominiert ein bis zu zehn Zoll großes zentrales Display. Auf Knöpfe wird weitgehend verzichtet, dadurch wirkt die ganze Konsole extrem aufgeräumt. Völlig neu ist eine Touch-Schiebefläche unterhalb des Touchscreens, mit der man die Lautstärke regelt, aber auch andere Funktionen wie z.B. den Zoom der Navi-Karte bedient. Wer gar nichts anfassen möchte, aktiviert die Sprachbedienung namens Laura.
Was man für einen Fahrmoduswahlschalter halten könnte, ist der Automatikwählhebel des DSG-Getriebes, mit Shift-by-Wire-Technologie. Vielfarbiges Ambientelicht sorgt für ein wenig Luxusanmutung.
Hinter dem jetzt zweispeichigen Lenkrad blickt man optional auf ein 10,25 Zoll großes Virtual Cockpit sowie in der (auf Wunsch beheizbaren) Windschutzscheibe auf ein echtes Head-up-Display. Dank einer fest installierten SIM-Karte ist der Octavia immer mit den Online-Diensten von Skoda connect verbunden.
Erstmals in einem Skoda kann man spezielle Ergo-Sitze (mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken) mit Massagefunktion bestellen, in der Topversion sogar belüftet. Ebenso eine Dreizonen-Klimaautomatik und ein schlüsselloses Zugangssystem, das nun an allen Türen öffnet.
Erstmals bei Skoda kommen neue Sicherheitssysteme wie Ausweichassistent, Abbiegeassistent, Ausstiegswarner und die Lokale Gefahrenwarnung zum Einsatz. Neu im Octavia sind das Area-View-System, der Side Assist und der Vorausschauende Adaptive Abstandsassistent.
Fast alle Motorenkonzepte
Unter der Motorhaube hat man die Wahl von so ziemlich allem außer Wasserstoff- und reinem Elektroantrieb. Die drei Dieselmotoren kommen auf 116, 150 und 200 PS. Die Benziner leisten 110, 150 oder 190 PS, wobei es die beiden schwächeren auch als Mild-Hybrid mit einem 48-V-Riemen-Startergenerator und einer Lithium-Ionen-Batterie gibt. Der Plug-in-Hybrid namens Octavia iV holt aus einem 1,4-TSI-Benzinmotor und einem Elektromotor eine Systemleistung von 150 kW (204 PS). Die rein elektrische Reichweite mit der 13-kWh-Batterie beträgt nach WLTP bis zu 55 Kilometer. Last not least wird es auch einen 130 PS starken CNG-Motor geben.
Die Bestellbücher werden im Jänner 2020 geöffnet, die ersten Auslieferungen sind für März zu erwarten.
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