Wie unterschiedlich Drogenkarrieren sein können – das wurde am Dienstag am Landesgericht deutlich. Und es zeigte auch, welche Rolle die Erziehung, oder besser die Nichterziehung spielt. Aber die Drogensucht war bei der 39-jährigen Innsbruckerin wohl stärker…
Schon 2004 war die Frau vom Gericht wegen Drogengeschichten verurteilt worden. Am Dienstag saßen sie wieder vor dem Richter – und diesmal hatte sie sogar ihren Sohn "mitgebracht".
Denn bei den Ermittlungen war der Polizei aufgefallen, dass der 15-Jährige der eigentliche Hauptverkäufer des Cannabis war. Die Mutter hatte die Drogen – über ein halbes Kilo hochwertiges Cannabis – organisiert. Und der 15-Jährige hatte es weiterverkauft. Auch um das Haushaltsgeld aufzubessern, denn die beiden kamen damit bei Weitem nicht aus.
Am Dienstag versprach das ungewöhnliche Drogen-Duo Besserung, und auch eisernen Therapie-Willen. Das Gericht sprach beide schuldig: Die Mutter bekam 15 Monate Haft, der Sohn 960 Euro Geldstrafe und drei Monate Haft auf Bewährung. Richter Gerhard Melichar stellte aber bereits in Aussicht, dass – im Falle einer erfolgreichen Therapie – auch die Strafe der Mutter in eine bedingte umgewandelt werden könnte.
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