09.11.2019 17:51 |

Drama in Tirol

Drei Skifahrer von Lawine erfasst: Zwei Männer tot

Am Samstag ist um die Mittagszeit am Rettenbachferner in Sölden zwischen dem Seiterjöchllift und dem Steilhang abseits der Piste im freien Skiraum eine Lawine abgegangen. Drei Skifahrer im Alter von 33, 39 und 54 Jahren wurden verschüttet. Während sich der Älteste selbst befreien konnte, kam für die anderen beiden jede Hilfe zu spät. Die Einsatzkräfte konnten die beiden Opfer nur noch tot bergen. Alle drei Skifahrer stammen aus den Niederlanden. Es ist die erste Lawine in Tirol in der bisherigen Wintersaison. 

Gegen 12 Uhr waren die Skifahrer in einer Rinne abgefahren und haben dabei das Schneebrett ausgelöst. Die Schneemassen rissen die Wintersportler sofort mit, der 54-Jährige konnte wieder ausfahren. Die beiden Jüngeren kamen schließlich im Bereich einer Randspalte zu liegen und wurden von der Lawine einige Meter tief verschüttet. 

Einsatz nahm ein trauriges Ende
Die Bergrettung Sölden mit 15 Mann, zwei Lawinenhundeführer der Tiroler Bergrettung und die Pistenrettung starteten sofort einen Großeinsatz, an dem sich auch drei Hubschrauber beteiligten. Die Verunglückten hatten die erforderliche Notfallausrüstung dabei und konnten dadurch geortet werden. Für sie kam dennoch jede Hilfe zu spät: Nach rund einer Stunde wurden sie nur mehr tot ausgegraben.

Wie die „Krone“ in Erfahrung bringen konnte, handelt es sich bei den Todesopfern um zwei Wintersportler aus den Niederlanden. Im Einsatz stehen drei Hubschrauber, 15 Mann der Bergrettung Sölden und die Einsatzkräfte des Gletscherskigebietes. 

Tägliche Lawinenwarndienst noch nicht eingerichtet
Es handelt sich um das erste folgenschwere Unglück, noch bevor die eigentliche Wintersportsaison begonnen hat. So ist derzeit der tägliche Lawinenwarndienst noch gar nicht eingerichtet. Die Behörde informiert allerdings fallweise im Rahmen eines Blogs. Am Freitag riet sie dort Wintersportler und Alpinisten um erhöhte Vorsicht, da sich bereits „Einiges an Schnee“ angesammelt habe. „Nach stürmischer Periode und folgender Wetterbesserung“ bestehe eine „erhöhte Wahrscheinlichkeit von Lawinenunfällen“.

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