84 Prozent aller Kunden der Verkehrsbetriebe besitzen ein Zeitticket, also eine Wochen-, Monats- oder Jahreskarte. Für sie wird es nur durch die jährliche Indexanpassung teurer. Gröber erwischt es die Käufer von Einzelkarten, die laut IVB-Chef Martin Baltes aber ohnehin nur eine Minderheit darstellen: Die zahlen künftig zehn Cent mehr.
Die letzte Tarifreform liegt schon so lange zurück, dass sich keiner der Beteiligten – Bürgermeister Christine Oppitz-Plörer, IVB-Chef Baltes und Stadtrat Walter Peer – daran erinnern kann. "Die Tarife wurden laufend angepasst", erklärt Baltes. Resultat der immerwährenden Baustelle: Intransparenz, Ungerechtigkeiten (etwa bei der Schüler- und Lehrlingsfreifahrt) und teils verärgerte Kunden. "Eine Reform war überfällig", bringt es Bürgermeisterin Oppitz-Plörer auf den Punkt.
Für jede der "wichtigen Zielgruppen" der IVB gibt es Änderungen: Bei den Studenten (Altersgrenze 27) wird die Koppelung an die Familienbeihilfe beim Kauf von Semestertickets aufgehoben. 9.000 zusätzliche Kunden sind so theoretisch möglich. Bei den Familien wird die Altersbeschränkung von 15 Jahren bei Kindern aufgehoben.
Seniorentarife sollen künftig einheitlich ab 60 Jahre und auch für Zeittickets gelten. Allerdings seien da noch Gespräche mit dem Verkehrsverbund nötig, sagt Baltes. Das Sommerticket für Schüler (ab Jahrgang 1992) kostet heuer 30 Euro. Die Tarifreform soll schrittweise bis Februar nächsten Jahres in Kraft treten.
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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