Nur alle fünf Jahre findet die "Olympia" der Haflinger statt. Es ist die größte Pferderassen-Show der Welt. Johannes Schweisgut, Geschäftsführer des Ebbser Fohlenhofs und Präsident der Welt-Haflinger-Vereinigung , legte die Latte für teilnehmende Pferde hoch. Und sorgte damit für Qualität. Die Qualifikation für die viertägige Ausstellung (Donnerstag bis Sonntag) fand schon im März in den jeweiligen Ländern statt.
Der Top-Favorit unter den Hengsten kam aus Tirol. Lokalmatador "Abendstern" ist der "Ronaldo" unter den Haflingern. Bereits zweimal siegte der 15-jährige Jahrhundert-Hengst bei der Internationalen Weltausstellung. "Das Alter spielt bei der Bewertung um den Sieg nicht die entscheidende Rolle. Das Gesamtbild gibt den Ausschlag – dazu zählen leichter und eleganter Gang", hörte man von Experten. "Abendstern" enttäuschte nicht.
Er trabte erneut am grazilsten durchs Stadion – und erhielt Bestnoten der Jury. So wie sein weibliches Pendant, Super-Stute "Alexandria" (Züchter Familie Berchtold), behalten die beiden Gesamtsieger fünf Jahre ihren Titel. Um Prämierungen und Showeinlagen perfekt zu gestalten, benötigte es auch eine gewaltige logistische Leistung: 7.000 Kilo Kraftfutter, 60.000 Kilo frisches Heu und Stroh und 300.000 Liter frisches Wasser wurden für die "Hauptdarsteller" bereit gestellt. Der Aufwand hatte sich gelohnt. Johannes Schweisgut und sein Team boten Pferdeliebhabern eine perfekte Haflinger-Spielwiese. "Die Zucht bewirkte, dass sich die Rasse von einem reinen Arbeitstier zu einem eleganten Freizeitpferd entwickelte", so ein Züchter.
Die Erfolgsgeschichte des Fohlenhofs Ebbs kann sich sehen lassen: 100.000 Besucher pro Jahr – exklusive Ausstellung. Der wirtschaftliche Aspekt der viertägigen Pferdeshow klingt fast unglaublich: Tourismusexperten sprechen von 15 Millionen Euro für die Region...
von Christian Biendl, Tiroler Krone
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