01.11.2019 07:00 |

Album „Kiwanuka“

Michael Kiwanuka: Der König des schwarzen Soul

Schwarzes Selbstbewusstsein übersetzt der Brite Michael Kiwanuka auf seinem dritten Album in perfekten Soul. Man hört den Nachklang der Genre-Legenden - doch letztlich sind seine Lieder sehr gegenwärtig. Wie ein König posiert Kiwanuka für das Ölgemälde-Cover der Platte, und der Stolz auf die eigenen Wurzeln spiegelt sich dann auch in den 13 Stücken von „Kiwanuka“.

Der in Los Angeles, New York und London entstandene Albumsound ist dementsprechend riesengroß: Klassischer 70er-Jahre-Soul eines Marvin Gaye oder Isaac Hayes trifft auf den Gitarren-Vibe von Jimi Hendrix oder Prince und die moderne Produktionsweise eines Kendrick Lamar. Die Songs wachsen durch die Streicher- und Chor-Arrangements der Top-Produzenten Brian Burton (Danger Mouse) und Inflo zu dunkel schimmernden Pop-Monumenten.

Vorreiter des Retro-Soul
Der 32-jährige Kiwanuka, dessen Eltern aus Uganda stammen, gilt schon länger als Vorreiter des Retro-Soul. Aufgewachsen als afro-britischer Außenseiter im Norden von London, spielte er zunächst als Gitarrist in Rockbands, ehe er mit dem Folk-Soul-Album „Home Again“ 2012 gleich großen Erfolg bei Käufern und Kritikern hatte. Der Nachfolger „Love & Hate“ (2016) kam sogar auf Platz eins der Charts in Großbritannien.

Dem einstigen Ansinnen von Label-Managern, seinen sperrigen Namen für die bessere Verkäuflichkeit in ein Alter Ego umzuwandeln, setzt er nun also ein Album mit dem unmissverständlichen Titel „Kiwanuka“ entgegen. „Würde ich mehr Platten verkaufen, wenn mein Name eingängiger wäre?“ - was er von dieser Frage hält, hat er damit beantwortet und singt in „Hero“: „I won‘t change my name/no matter what they call me...“

Bald in Wien!
Schwarze Identität, die Bedrohung durch Rassismus und Gewalt: Diese Themen des ähnlich gestrickten zweiten Albums tauchen auch jetzt wieder auf, ohne dass es aggressiv oder bitter klänge. Elegante Songs wie „You Ain‘t The Problem“, „Final Days“ oder „Solid Ground“ schöpfen aus der Vergangenheit fürs Hier und Jetzt. „Kiwanuka“ bietet sozialkritische, politisch relevante Soulmusik auf höchstem Niveau. Am 6. Dezember gastiert Michael Kiwanuka in der Wiener Stadthalle F. Karten gibt es noch unter www.ticketkrone.at

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen