Slowake "exekutiert"

Mordverdächtiger soll nach Österreich zurückgekehrt sein

Kärnten
30.05.2010 22:09
Sechs Jahre nach dem Mord an einem 49-jährigen Slowaken im Juni 2004 bei Klagenfurt ist der mutmaßliche Täter noch immer nicht gefasst. Der heute 36-Jährige, der seinen Landsmann mit drei Schüssen regelrecht exekutiert haben soll, dürfte sich laut Bundeskriminalamt wieder in Österreich versteckt halten.

Wie Ermittlungen ergaben, war das spätere Opfer in der Slowakei als Mitläufer einer Mafia-Bande Zeuge einer Erpressung geworden. Mit einem Trick überredeten ihn drei Bandenmitglieder im Juni 2004, mit ihnen nach Italien zu reisen. Neben der Südautobahn bei Reigersdorf wurde der Mitwisser mit drei Kopfschüssen beseitigt.

Die Leiche wurde entkleidet und in einem Waldstück versteckt. Zurück in der Slowakei, gab das Trio an, der Mann sei zum Arbeiten in Italien geblieben.

Internationale Fahndung
Zwei Mitglieder des kaltblütigen Mordkomplotts sitzen seit September 2007 hinter Gittern. Der mutmaßliche Haupttäter ist jedoch weiter auf freiem Fuß unterwegs, obwohl er mittels europäischen Haftbefehls gesucht wird.

Die Kripo-Ermittler in der Slowakei und beim Bundeskriminalamt in Wien gehen davon aus, dass der Gesuchte sich wieder in Österreich aufhält und hier sogar arbeiten könnte.

von Hannes Wallner ("Kärntner Krone") und krone.at

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