UNO-Forderung
Naher Osten soll atomwaffenfreie Zone werden
2012 soll eine internationale Konferenz einberufen werden, um über die Errichtung einer Massenvernichtungswaffen-freien Zone im Nahen und Mittleren Osten zu beraten. Israel hat im Rahmen seiner Politik der "atomaren Zweideutigkeit" den Besitz von Nuklearwaffen nie bestätigt und ist als einziges Land der Region nicht dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten.
US-Regierung kritisiert Betonung auf Israel
Experten gehen aber davon aus, dass Israel über Dutzende von Atomsprengköpfen verfügt. Eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten hatten die Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags bereits 1995 gefordert, mit der Ankündigung einer Konferenz zu diesem Thema im Jahr 2012 wird aber erstmals ein konkreter Zeitplan vorgelegt. Die US-Regierung trug die Abschlusserklärung zwar mit, kritisierte aber die Hervorhebung Israels. Dies gefährde das Zustandekommen der Konferenz, erklärte der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, James Jones. Die USA würden sich dafür einsetzen, dass diese Konferenz nur stattfinde, "wenn alle Staaten sich bereit fühlen, daran teilzunehmen".
Atommächte wollen Arsenale schneller abbauen
Die offiziellen Atommächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien bekannten sich in der Abschlusserklärung dazu, die Verkleinerung ihrer Arsenale zu beschleunigen. 2014 sollen sie dazu einen Fortschrittsbericht vorlegen. Überdies soll der Atomwaffensperrvertrag auf weitere Länder ausgeweitet werden - neben Israel haben auch die Atommächte Indien und Pakistan den Vertrag nicht unterzeichnet. Nordkorea, das zwei Atomwaffentests unternommen hat und nach eigenen Angaben an der Atombombe baut, zog sich 2003 aus dem Vertrag zurück.
Das 1970 in Kraft getretene Abkommen gilt als einer der Eckpfeiler der weltweiten Abrüstungsbemühungen und wird alle fünf Jahre einer Überprüfung unterzogen. In dem Sperrvertrag versprechen die Unterzeichnerstaaten, die keine Atomwaffen haben, dass sie auch keine entwickeln werden. Ihnen steht dafür der Zugang zur friedlichen Nutzung der Kernenergie offen. Die fünf offiziellen Atommächte bekunden ihre Absicht, die Arsenale zu vernichten.
Experten mit Ergebnissen nicht zufrieden
Experten bewerten die Ergebnisse als eher dürftig. Der UNO-Experte Andreas Zumach schrieb in der deutschen "tageszeitung", die Überprüfungskonferenz sei politisch gescheitert. "Der Inhalt des Dokuments enttäuscht alle Hoffnungen auf eine neue Abrüstungsdynamik, die US-Präsident Obama mit seinem letztjährigen Prager Bekenntnis zur Vision von einer atomwaffenfreien Welt geschürt hatte. Dabei tragen die USA gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, Russland sowie in geringerem Maße China die Hauptverantwortung für das magere Ergebnis."
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