Senioren am Steuer:

„Alterslimit für Mobilität kommt nicht in Frage“

„Mobilität ist ein Teil des Lebens, den man den Menschen nicht wegnehmen soll. Dass Senioren kein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr sind, belegen Zahlen“, sagt Seniorenbundchef Josef Pühringer. Für Ältere Menschen am Steuer werden nun Kurse angeboten.

„Eine Altersbegrenzung kommt nicht in Frage“, wettert Alt-LH Josef Pühringer, der demnächst den 70er feiert. Einer Altersdiskriminierung tritt er mit Zahlen entgegen: Unter den Unfall-Lenkern machten die 65- bis 74-Jährigen im Jahr 2017 6,5 Prozent aus. Die 15- bis 24-Jährigen hingegen brachten es auf 25 Prozent. ÖAMTC-Präsident Karl Pramendorfer (67) beurteilt das Verfahrverhalten seiner Altersgenossen sehr positiv: „Die Generation 60+ hat viel Fahrerfahrung, Alkohol und Raserei spielen bei ihr aber kaum eine Rolle.“

Spezielles Training
Trotzdem tauchen nach Unfällen, in die Senioren verwickelt sind, immer wieder Forderungen nach einem Alterslimit am Steuer auf. Dem tritt der Seniorenbund mit neuen Angeboten entgegen. „Mobil sein – Mobil bleiben“ etwa ist ein spezielles Fahrsicherheitstraining des ÖAMTC für Personen ab 60.

Vortrag und Fahrstunden
Mit den oö. Fahrschulen wurde ein attraktives Paket für Senioren geschnürt – und im Bezirk Steyr-Land bereits getestet. Neben kostenlosen zwei- bis dreistündigen Vorträgen über Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung, können auch zwei individuelle Fahrstunden gebucht werden. Joachim Steininger, Fachvertreter der Fahrschulen in der WKOÖ: „Dabei geht es aber rein um eine Selbstüberprüfung. Das Ergebnis wird nicht an die Behörden gemeldet.“

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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