10.10.2019 10:15 |

Volksabstimmung

10. Oktober ist der „Tag der gemeinsamen Heimat“!

Heimatdienst mit großen Plänen für 2020 // Obmann Josef Feldner feiert den 80. Geburtstag // Versöhnung mit Abwehrkämpferbund? // Wo sind all die Fahnen?

Einen alten Baum kann man nicht versetzen, sagt man. Der Kärntner Heimatdienst (KHD), vor allem Obmann Josef Feldner, hat sich freiwillig und selbst versetzt - vom Rand der Volksgruppendiskussion in die Mitte. Dort, wo die Vernunft zu Hause ist. Josef Feldner, der gestern seinen 80. Geburtstag feierte, und der sich auch in der Konsensgruppe engagiert, nahm sein persönliches Jubiläum, den heutigen 10. Oktober und das nächstjährige Jubiläum der Volksabstimmung zum Anlass, um seine Pläne und die des KHD zu präsentieren.

Der 12. September 2020 wird geprägt werden von einer Veranstaltung beim Herzogstuhl. Die Sensation: Erstmals wird eine Abordnung der ehemaligen Gegner, die slowenischen „Kämpfer um die Nordgrenze“, daran teilnehmen.


Feldner, seine Stellvertreter Andreas Mölzer und Franz Jordan, der neu in der KHD-Leitung verankerte ehemalige Landtagspräsident Rudi Schober sowie Jugendsprecher Raimund Freithofnig: „So werden historische Ressentiments überwunden.“

10. Oktober: Denkmal in Völkermarkt geplant
Auch in der einstigen Abstimmungsstadt werden Akzente gesetzt. In Völkermarkt ist die Errichtung eines Denkmals für den Abwehrkämpfer und Geschäftsführer des historischen Heimatdienstes, Hans Steinacher, geplant. Das freilich könnte ob der späteren, dem Abwehrkampf folgenden biografischen Entwicklung Steinachers noch für Diskussionen sorgen. Alles in allem setzt Feldner seinen Versöhnungskurs fort - etwa, wenn er den 10. Oktober als „Tag der gemeinsamen Heimat Kärnten“ ehrt und alle Kärntner meint, egal welcher Volksgruppe angehörig.

Versöhnung könnte sich auch zwischen dem KHD und dem Abwehrkämpferbund (KAB) abzeichnen. Feldner freut sich über gut verlaufende Gespräche mit Fritz Schretter, dem Obmann des KAB. Es sei eben Zeit, die „Eiszeit zwischen den beiden Traditionsverbänden“ zu beenden.

Fast keine Beflaggung mehr in Kärnten
Wenn heute der Kärntner Landesfeiertag begangen wird, dann ist in diesem Zusammenhang eine weitere Entwicklung feststellbar: Es gibt im Land so gut wie keine Beflaggung mehr. Das zeigte gestern eine 130 Kilometer lange Testfahrt in Mittel- und Oberkärnten. Ein einziges Privathaus und manch Gemeindeamt - das war es und ist es mit der Kärntner Fahne.

„Das Feindbild ist weggefallen, darum hissen die Menschen die Kärntner Fahne nicht mehr“, glauben die KHD-Vorderen. Bleibt die Frage: Wohin sind Tausende Flaggen verschwunden, die Ex-LH Gerhard Dörfler verschenkte?

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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