Mieses Gauner-Jahr

21 Post- und Banküberfälle heuer schon geklärt

Oberösterreich
26.05.2010 14:09
Die Polizei feiert heuer stolz die Aufklärung von nicht weniger als 21 Post- und Banküberfällen. Andere Coups bleiben ungelöst - dafür kommen aber weder das verdächtige Linzer Brüdertrio, noch der mutmaßliche Mühlviertler Rückfalltäter oder der verdächtige Innviertler Serienräuber (Bild) infrage. Sie haben keine weiteren bewaffneten Taten auf dem Konto, die beweisbar sind oder gestanden wurden.

Der größte Fang glückte der Cobra nach dem vermutlich 14. Raubüberfall der drei Linzer Brüder im Alter von 45, 27 und 25 Jahren, die insgesamt 1,2 Millionen Euro erbeutet hatten. Doch keiner dieser mutmaßlichen Serientäter steckte hinter der Maske jener Männer, die vor vier Jahren in der Linzer VKB-Zentrale mit 40.000 Euro entkommen waren.

Für diese Tat kommt auch der Ex-Postbeamten und Ex-Posträuber (47) nicht infrage, der heuer bei zwei Überfällen auf die Raiba-Filiale an der Linzer Herrenstraße 38.000 Euro erbeutet haben soll. "Er hat diese beiden Coups erleichtert gestanden und sicher kein weiteres Verbrechen verschwiegen", meint ein erfolgreicher LKA-Ermittler, der auch dem zuletzt gefassten und geständigen mutmaßlichen Innviertler Serientäter (39) glaubt, nicht mehr als fünf Banküberfälle verübt zu haben.

Wanted: "Mr. President"
Der korpulente Familienvater hat weder die Statur noch die Faschingslarve jenes vierfachen "Obama"-Räubers, der als "dümmster Gauner aller Zeiten" international Schlagzeilen machte: Als "Mr. President" am 9. Februar bei Raiffeisen in Kirchheim im Innkreis bewaffnet angeklopft hatte, war nämlich die Bank schon 20 Minuten geschlossen gewesen.

Kronen Zeitung und ooe.krone.at

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