05.10.2019 06:00 |

Neuzugänge, Rückkehrer

„Krone“-Überblick: So sieht das neue Parlament aus

Die Parteienlandschaft wurde durch die Nationalratswahl ordentlich aufgewirbelt. Das führt auch zu vielerlei Rochaden im Parlament. Dort werden bald einige Neuzugänge, Alteingesessene und Rückkehrer Platz nehmen.

Dafür, dass erst vor zwei Jahren das letzte Mal gewählt wurde, ist der Nationalrat durch den Urnengang am Sonntag ordentlich durchgemischt worden. In Amt und Würden ist dieser freilich erst am 23. Oktober - jenem Tag, an dem die Abgeordneten angelobt werden. Mit Ausnahme der FPÖ (Stichwort Philippa Strache) steht nun auch bei allen Parteien fest, wer für sie in den Nationalrat einziehen wird. Der eine oder andere von ihnen wird zwar später seinen Nationalratssitz mit der Regierungsbank tauschen, im Großen und Ganzen ist aber klar, wie unser Parlament aussehen wird (siehe Grafiken je nach Partei): 

183 Abgeordnete - rund 70 von ihnen weiblich
Insgesamt werden 183 Abgeordnete in den Nationalrat einziehen - ein Drittel von ihnen sind Neuzugänge, rund 70 von ihnen Frauen. Das ist etwas mehr als zuletzt, wo 63 Frauen im Parlament vertreten waren. Den höchsten Frauenanteil haben übrigens die Grünen mit 58 Prozent. Trauriges Schlusslicht ist die FPÖ, für die bestenfalls eine Handvoll Frauen im Parlament sitzen wird.

Unter den neuen prominenten Gesichtern halten sich Männer und Frauen die Waage. Unter ihnen ist ÖVP-Bundesgeschäftsführer Axel Melchior, sein Ex-SPÖ-Pendant Max Lercher, die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, Julia Herr, und die ehemalige Vorsitzende der Universitätenkonferenz, Eva Blimlinger, die für die Grünen einziehen wird. Die Hälfte der Parlamentarier hat übrigens einen Hochschulabschluss.

Rückkehrer tummeln sich bald im Parlament
Weiters tummeln sich bald wieder einige Rückkehrer im Hohen Haus. Elisabeth Scheucher-Pichler saß genauso wie Franz Hörl bereits in früheren Zeiten für die ÖVP im Parlament. Nach zweijähriger Abstinenz werden auch wieder Grünen-Politiker auf den Parlamentssitzen Platz nehmen. Mit Werner Kogler und Sigrid Maurer sind allerdings nur zwei Abgeordnete aus alten Zeiten dabei.

Kaum Veränderungen an den Spitzen der Klubs
Kaum Veränderungen dürfte es an den Spitzen der Klubs geben. Die ÖVP wird weiterhin auf ihren bisherigen Klubchef August Wöginger setzen. Für die SPÖ wird Parteichefin Pamela Rendi-Wagner wieder den Klub anführen - wohl weiterhin mit Jörg Leichtfried als Vize. Bei der FPÖ wird Herbert Kickl vom geschäftsführenden zum offiziellen Klubobmann aufsteigen. Bei den Grünen wird zunächst Werner Kogler den Klub leiten - zu Rochaden dürfte es hier kommen, sofern die Grünen Teil einer Regierung werden. Bei den NEOS bleibt der Posten wohl bei Frontfrau Beate Meinl-Reisinger, ihr wieder zur Seite stehen wird Vizeklubchef Nikolaus Scherak.

Sobotka dürfte Nationalratspräsident bleiben
Nationalratspräsident für die ÖVP dürfte Wolfgang Sobotka bleiben. Das Amt der Zweiten Nationalratspräsidentin für die SPÖ wird weiterhin Doris Bures bekleiden. Für die FPÖ wird deren Parteichef Norbert Hofer ins Präsidium wechseln - er hatte dieses Amt bereits zwischen 2013 und 2017 inne.

Sandra Schieder, Kronen Zeitung

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