03.10.2019 11:49 |

Ungültige Stimmen

Hofer ärgert sich über Namensvetter auf FPÖ-Liste

FPÖ-Chef Norbert Hofer ärgert sich über viele ungültige Vorzugsstimmen, die wohl ihm zuzurechnen gewesen wären, jedoch bei der Stimmenauszählung nicht gewertet worden sind. Der Grund: Es gab auf der blauen Kandidatenliste einen Namensvetter. Bei keiner eindeutigen Zuordnung der Hofer-Vorzugsstimme wurde diese als ungültig gewertet. „Eine ärgerliche Vorgangsweise der Wahlbehörden“, schrieb Hofer dazu auf Facebook.

„Damit sind leider viele ,Hofer‘-Vorzugsstimmen ungültig“, so der FPÖ-Obmann am Donnerstag. Die Stimmen für die Partei wurden trotzdem als gültig gewertet, nur die Vorzugsstimme wegen des nicht eindeutig erkennbaren Wählerwillens nicht. Denn auf Platz 113 der freiheitlichen Bundesliste kandidierte Wolf Dieter Hofer aus Hallein. Wenn es wie in diesem Fall mehrere Kandidaten mit dem gleichen Nachnamen gibt, ist die Vorzugsstimme nur gültig, wenn erkennbar ist, wer gemeint ist - also entweder Vorname oder Reihungsziffer oder Geburtsjahr oder Beruf oder Adresse dabeistehen.

Kein einheitliches Vorgehen der Wahlbehörden?
Laut Informationen der FPÖ wurde das allerdings nicht überall gleich gehandhabt. „Es gab unseres Wissens Wahlsprengel, wo ,Hofer‘-Stimmen Norbert Hofer zugeordnet wurden. Es gab aber auch andere, wo diese Stimmen nicht als Vorzugsstimme für Norbert Hofer gewertet wurden“, hieß es aus der Partei. Demnach gab es im Burgenland offenbar den Auftrag, Hofer-Stimmen nicht zu werten, weil es auch bei anderen Parteien Namensgleichheiten gegeben hat.

Keine Wahlanfechtung
Laut FPÖ sei wohl davon auszugehen, dass eine Stimme für „Hofer“ in 99,99 Prozent für Norbert Hofer gedacht war - und nicht für den Namensvetter auf Listenplatz 113. Die Freiheitlichen wollen die Wahl jedoch trotz der verlorenen Vorzugsstimmen nicht anfechten, teilten sie mit. Sie möchten sich allerdings dafür einsetzen, für die Zukunft eine bessere Lösung zu finden.

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