„Happy Birthday ...“
Lokal serviert Rollstuhlfahrerin makabre Botschaft
Eigentlich sollte es ein schöner Abend mit Familie und Freunden werden. Doch als Antonia Sinibaldi an ihrem 29. Geburtstag ihr Dessert serviert bekam, verschlug es ihr und ihrer Begleitung den Appetit. Auf dem Teller stand: „Happy Birthday wheel chair“ – also „Alles Gute zum Geburtstag, Rollstuhl“.
Der Vorfall ereignete sich bereits Ende Juni im Restaurant Blu on the Hudson im US-Bundesstaat New Jersey. Sinibaldi sitzt im Rollstuhl und ist auf ein Beatmungsgerät angewiesen. Im Alter von zwei Jahren wurde sie bei einem Unfall mit einem betrunkenen Autofahrer verletzt und erlitt dabei eine Verletzung der Halswirbelsäule.
Geburtstagsdessert sorgt für Schock
„Es hat mich überrascht. Ich sollte nicht an etwas erinnert werden, das ich bereits weiß“, sagte Sinibaldi in einem von CBS News veröffentlichten Interview. Ihre Familie und Freunde seien fassungslos gewesen, als das Dessert an den Tisch gebracht wurde.
Restaurant spricht von „bedauerlichem Fehler“
Wie People berichtet, entschuldigte sich das Restaurant inzwischen für den Vorfall. Ein Sprecher von Blu on the Hudson bezeichnete ihn als „bedauerlichen Fehler“ und erklärte, die Botschaft sei keinesfalls beleidigend gemeint gewesen. Üblicherweise würden auf den Bestellungen Tisch- und Sitznummern vermerkt, damit die Speisen an den richtigen Platz gebracht werden. In diesem Fall sei das Wort „Rollstuhl“ als Hinweis darauf verwendet worden, wohin das Geburtstagsdessert mit Kerze geliefert werden sollte. Die Notiz sei jedoch missverstanden und schließlich auf das Dessert geschrieben worden.
„Es gab absolut keine böswillige oder respektlose Absicht hinter der Notiz“, erklärte der Sprecher. Gleichzeitig räumte das Restaurant ein, dass ein solches Wort auf einem Teller für die Betroffene „zutiefst verletzend und verstörend“ sein könne. Das Team habe nach dem Vorfall die internen Abläufe bei Bestellungen und der Kommunikation erneut besprochen, um einen ähnlichen Fehler künftig zu verhindern.
„Was soll das bringen?“
Sinibaldi sieht die Sache allerdings kritischer. Als ihre Begleitung darum gebeten habe, mit einem Manager zu sprechen, sei man ihrer Darstellung nach weder respektvoll behandelt worden noch habe es eine Erklärung gegeben. Stattdessen sei ihr mehrfach angeboten worden, weitere Getränke zu bringen. „Was soll das bringen?“, schilderte sie die Situation.
Das Restaurant erklärte gegenüber People, dass die Geschäftsleitung versucht habe, Kontakt mit Sinibaldi aufzunehmen, dies jedoch nicht gelungen sei.
Kein Besuch mehr in dem Lokal
Für Sinibaldi steht unterdessen fest, dass sie nicht mehr in das Lokal zurückkehren will. Ihre Botschaft an andere Menschen lautet: „Bringt meine Behinderung nicht in jeden Satz ein.“

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