Mit Ihrem aktuellen Programm „Lucky Punch - Die Todes-Wuchtl schlägt zurück“, mit dem Sie am 9. Oktober in Innsbruck gastieren, wollen Sie die beste Stand-up-Comedy überhaupt liefern. Was ist denn dieses Mal so besonders?
Bei jedem neuen Programm sage ich, es sei das Allerbeste. Ich versuche immer einen Haken zu schlagen und kann schon verraten, dass von den kleinen Schweinereien bis zu großen Sauereien alles drin ist.
Wer haut denn die besten „Wuchtln“ raus?
Ich möchte jetzt niemandem auf die Füße treten, aber Österreich ist einer der besten „Wuchtl“-Lieferanten der Welt.
Welchem Menschen würden Sie gerne mal einen „Lucky Punch“ verpassen?
All jenen, die an der Macht sind und wichtige Entscheidungen treffen. Es ist schon traurig, was da in der Politik so abgeht. Daher ist es umso wichtiger, auch Witze darüber zu reißen.
Wann ist bei Ihnen Schluss mit lustig?
So gut wie nie. Es gibt, egal wo, immer einen schrägen Aspekt, der noch etwas Humor in sich trägt. Wenn es allerdings gegen die Schwachen der Gesellschaft geht, dann hört der Spaß bei mir auf. Ich mag es nicht, wenn verletzend nach unten gestoßen wird.
Welcher Komiker bringt Sie zum Lachen?
Es gibt in der Szene sehr viele Kabarettisten, die extrem lustig unterwegs sind. Aber mein Allzeit-Favorit ist Josef Hader. Ich finde ihn einfach großartig.
Sie wurden in Dorfen in Oberbayern geboren. Wann haben Sie das erste Mal über die Grenzen nach Tirol geschaut und wie war es?
Schon als kleiner Bub bin ich mit meinem Vater zum Skifahren nach Tirol gefahren. Tirol war für mich immer so eine Art energetisches Bayern. Ich stehe den Tirolern auch näher als den Hamburgern.
Ihre Frau Gudrun ist ebenfalls Künstlerin. Zeigt Ihre Tochter Lilly schon Talent in Sachen Comedy?
Na ja, sie ist ein sehr lustiger Mensch und hat auch viel Humor. Ob sie dies aber jemals künstlerisch einsetzen wird, kann ich nicht beantworten. Mir ist es auch wurscht. Hauptsache, Sie hat Spaß an dem was sie tut.
Sie stehen seit über 30 Jahren auf der Bühne. Noch nie ans Aufhören gedacht?
Nein, noch nie. Ich werde das alle zehn Jahre gefragt. Aber es macht mir einfach noch zu viel Spaß. Mein Job ist meine Berufung und ich finde es toll, zu unterhalten.
Recka Hammann, Kronen Zeitung
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