Kein FPÖ-Comeback

Federspiel will mit seiner eigenen Liste Stadtchef werden

Tirol
15.05.2010 12:13
Im Zusammenhang mit der Krise in der Tiroler FP ist in den letzten Tagen und Wochen immer wieder der Name von Innsbrucks Gemeinderat Rudi Federspiel gefallen. Er sollte, so hieß es hinter vorgehaltener Hand, ein FPÖ-Comeback bei den Innsbrucker Gemeinderatswahlen 2012 feiern. Doch dafür hätte zuerst der derzeitige FP-Stadtparteichef LA Richard Heis abgeschossen werden sollen.

Jetzt meldete sich erstmals Federspiel selbst, der 1997 aus der FPÖ ausgeschlossen wurde, zu Wort. "Ich habe keine Rückkehrgelüste, ich bin mit meiner Liste Federspiel mehr als glücklich", sagt der gebürtige St. Antoner im "Krone"-Gespräch. Er erinnerte auch noch einmal daran, warum er einst auf Drängen von Jörg Haider persönlich aus der FPÖ ausgeschlossen wurde. "Das ist geschehen, weil ich eigenständig dachte und mir nicht von Wien und Kärnten aus ständig sagen lassen wollte, was ich zu tun habe. Doch das war nicht gewünscht. Demokratie ist und war in der FPÖ immer schon ein Fremdwort!"

Er werde daher auch bei der nächsten GR-Wahl mit seiner eigenen Liste antreten: "Die Innsbrucker Rest-FP wird sich warm anziehen müssen – ich habe ja schon jetzt doppelt so viele Stimmen wie die Blauen." Er geht davon aus, dass er 2012 in Innsbruck um den Bürgermeistersessel mitrittern wird. Federspiel kann sich jedoch vorstellen, dass er mit den Blauen bei Sachthemen zusammenarbeitet.

Am Montag tagt übrigens der Landesparteivorstand der Tiroler FP. Im Vorfeld der Sitzung werden LA Walter Gatt und GR Christian Haager die Vorstandsmitglieder informieren, wie es auch ihrer Sicht zu den Ausschlüssen gekommen ist.

von Markus Gassler, Tiroler Krone

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