12.09.2019 11:30 |

Gute Noten

Uni Innsbruck untersuchte das Freizeitticket

Jeder 5. Einheimische zwischen Telfs und Wattens besitzt ein Freizeitticket. Warum das so ist, welche Auswirkungen das auf das Freizeitverhalten der Tiroler hat – und was all das mit Lebensqualität zu tun hat, wurde in einer Studie der Uni Innsbruck untersucht. Die Ergebnisse sind wie ein Fußbad für die Schöpfer des Tickets.

14 Jahre ist es her, dass sich Mutterer Alm, Patscherkofel und Nordkette überlegten, in welchen Kartenverbund sie sich eingliedern sollen und somit die Idee zum Freizeitticket geboren wurde, 2900 Tickets wurden damals verkauft. Das Baby aber ist mittlerweile erwachsen geworden und aus der Winterkarte wurde ein Ganzjahresticket mit 60.000 Verkäufen.

Über 2000 Personen befragt
„Ein Erfolg, der auch über die Grenzen hinaus einzigartig ist“, schildert Martin Schnitzer von der Uni Innsbruck, warum auch auf wissenschaftlicher Seite die Motivation für die Studie hoch war. Über 2000 Ticketbesitzer - Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren und Invalide - wurden zu Kaufgründen, Verhalten und Erfahrungen befragt. 500 Personen, die kein Ticket besitzen, nannten ebenso ihre Gründe dafür.

„Den Kindern etwas Gutes tun“
„Im Schnitt werden die ,Möglichkeit zur ganzjährigen Aktivität’, der ,finanzielle Vorteil’ und der ,große Anwendungsbereich’ als die drei wichtigsten Kaufgründe wahrgenommen“, erklärt der Wissenschaftler. 80 Prozent der Freizeitticket-Besitzer kaufen die Karte wieder.  Jene, die kein Ticket kaufen, tun dies aufgrund „des fehlenden finanziellen Vorteils“. „Zudem hat diese Gruppe kein so hohes Interesse an sportlicher Betätigung“, erklärt Schnitzer.

„Skiurlaub Zuhause“
Eltern würden das Ticket kaufen, weil es ihnen das Gefühl gebe, den Kindern etwas Gutes zu tun und um ihnen einen gesunden Lebensstil zu ermöglichen. Für viele sei das Freizeitticket auch ein Grund dafür, den Skiurlaub in der Region zu verbringen.

Mehr Lebensqualität
„Die Analyse legt nahe, dass der Besitz des Tickets mit einer geringfügig erhöhten Lebensqualität assoziiert wird“, erklärt Schnitzer. Klar ist aber nicht, ob das Ticket die Lebensqualität erhöht, oder ob Freizeitticketbesitzer per se eine höhere Lebensqualität haben.

Tariferhöhung
„Dass wir 60.000 Tickets verkaufen, haben selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten“, freut sich Thomas Schroll, Vorsitzender des Freizeittickets. Stolz ist er, dass man ohne Fördermittel und Subventionen auskommt und dass Kindertickets von manchen Gemeinden gefördert werden. „Um den Betreibern die erhöhte Nutzung abzugelten, wurden die Tarife leicht erhöht“, erklärt Schroll. Das Ticket müsse finanziert werden – das sei auch der Grund dafür, dass es keine Ratenzahlung gibt und Großeltern aus der Familienkarte ausgeschlossen sind.

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