Sparprogramm
Regierung in Athen beschließt Pensionsreform
Die Maßnahmen sehen den Verzicht des 13. und 14. Monatsbezugs für Pensionisten vor, zudem wird das Renteneintrittsalter erhöht. Die griechischen Gewerkschaften haben erneute Proteste angekündigt, sollte die Reform beschlossen werden.
"Wir stehen vor einem historischen Dilemma", sagte der Arbeitsminister. Wenn nichts unternommen werde, werde das Rentensystem nach 2011 zusammenbrechen. "Nichtstun hätte bedeutet, dass es keine Renten mehr gibt", so Loverdos.
Künftig weniger Pensionskassen
Die Zahl der Renten- und Pensionskassen in Griechenland soll zudem von heute 13 auf nur noch drei reduziert werden. Damit soll das System übersichtlicher werden. Pensionisten, die mehr als 1.400 Euro monatlich erhalten, sollen stufenweise zwischen drei bis neun Prozent an Solidaritätsabzüge hinnehmen. Diese Abzüge sollen in die Rentenkassen fließen, um damit Menschen mit kleinen Renten zu unterstützen.
Eintrittsalter erhöht
Damit ein Arbeitnehmer die volle Rente erhalten kann, muss er 40 Jahre lang gearbeitet haben und mindestens 60 Jahre alt sein. Bisher galt die Faustregel: 37 Jahre Arbeit und mindestens 58 Jahre alt. Zudem werden Frührenten für alle nicht behinderte Menschen abgeschafft. Details des Gesetzentwurfes sollten in den kommenden Tagen bekanntwerden.
Die Pensionsreform war Teil eines umfassenden Sparprogramms (Bericht in der Infobox), das sich Athen auferlegen musste, um Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Euro-Länder zu erhalten und seine Finanzen in Ordnung zu bringen. Der IWF und die Euro-Gruppe hatten sich darauf verständigt, dem südosteuropäischen Land in den kommenden drei Jahren Notkredite von bis zu 110 Milliarden Euro zu gewähren.
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