Sparprogramm

Regierung in Athen beschließt Pensionsreform

Ausland
10.05.2010 21:22
Die griechische Regierung hat am Montag eine umfassende Pensionsreform und damit einen weiteren Teil ihres rigiden Sparprogramms verabschiedet. Das Paket, das spürbare Einschnitte bei den Renten vorsieht, sei vom Kabinett angenommen worden, sagte Arbeitsminister Andreas Loverdos. Die Reform muss nun noch vom Parlament beschlossen werden.

Die Maßnahmen sehen den Verzicht des 13. und 14. Monatsbezugs für Pensionisten vor, zudem wird das Renteneintrittsalter erhöht. Die griechischen Gewerkschaften haben erneute Proteste angekündigt, sollte die Reform beschlossen werden.

"Wir stehen vor einem historischen Dilemma", sagte der Arbeitsminister. Wenn nichts unternommen werde, werde das Rentensystem nach 2011 zusammenbrechen. "Nichtstun hätte bedeutet, dass es keine Renten mehr gibt", so Loverdos.

Künftig weniger Pensionskassen
Die Zahl der Renten- und Pensionskassen in Griechenland soll zudem von heute 13 auf nur noch drei reduziert werden. Damit soll das System übersichtlicher werden. Pensionisten, die mehr als 1.400 Euro monatlich erhalten, sollen stufenweise zwischen drei bis neun Prozent an Solidaritätsabzüge hinnehmen. Diese Abzüge sollen in die Rentenkassen fließen, um damit Menschen mit kleinen Renten zu unterstützen.

Eintrittsalter erhöht
Damit ein Arbeitnehmer die volle Rente erhalten kann, muss er 40 Jahre lang gearbeitet haben und mindestens 60 Jahre alt sein. Bisher galt die Faustregel: 37 Jahre Arbeit und mindestens 58 Jahre alt. Zudem werden Frührenten für alle nicht behinderte Menschen abgeschafft. Details des Gesetzentwurfes sollten in den kommenden Tagen bekanntwerden.

Die Pensionsreform war Teil eines umfassenden Sparprogramms (Bericht in der Infobox), das sich Athen auferlegen musste, um Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Euro-Länder zu erhalten und seine Finanzen in Ordnung zu bringen. Der IWF und die Euro-Gruppe hatten sich darauf verständigt, dem südosteuropäischen Land in den kommenden drei Jahren Notkredite von bis zu 110 Milliarden Euro zu gewähren.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
10.05.2010 21:22
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung