Medienkunst-Festival

Spaß als Sprache und zockende Roboter bei der ARS

Es wimmelt wieder in der Postcity in Linz: Bis Montag ist dort ein letztes Mal der Hauptschauplatz des Ars Electronica Festivals. Auf 100.000 Quadratmetern ist die neueste Medienkunst zu sehen. Staunen und lernen ist angesagt, wenn man mit Gedanken Texte schreibt, zockende Roboter trifft oder Computer Gefühle messen.

Aida ist eine aufstrebende Künstlerin, ihren Durchbruch hatte sie kürzlich, als ihre Bilder bei einer viel beachteten Ausstellung im englischen Oxford gezeigt wurden. Eine große Zukunft steht ihr bevor - ihr einziger Nachteil, wenn überhaupt, ist, dass sie nicht aus Fleisch und Blut ist. Sie ist ein humanoider Roboter, der mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist. Als wir sie besuchen, zeichnet sie gerade ein Porträt von Sigmund Freud - dem hätte das bestimmt ziemlich gefallen.

Mit weiten Augen und offenen Mündern gehen viele Besucher des Ars Electronica Festivals durch die Linzer Postcity. Es gibt so viel zu sehen, dass niemand alles schaffen kann. Das heurige Thema „Out of the Box. Die Midlife-Crisis der Digitalen Revolution“ wird durch verschiedene Schwerpunkte illustriert. Künstliche Intelligenz (KI) beherrscht den Diskurs, unzählige Exponate arbeiten mit ihr und zeigen, was sie schon alles kann. Was den einen beeindruckt, kann einen anderen aber auch beunruhigen. So entsteht fast automatisch eine Diskussion zwischen den Besuchern über Nutzen und Bedrohung dieser Technologie - und das ist genau das, was das Festival will.

Ein bisschen gruselig wird es zum Beispiel im Hackathon Space, wo jeder ein Interface aus Österreich ausprobieren kann, das eine direkte Verbindung zwischen Gehirn und Computer herstellt. Nur mit den Gedanken kann damit jeder Benutzer gleich vor Ort Texte am Computer schreiben.

Ein harmloses Gesicht gibt der Miniroboter „The AI Gamer“ der KI. Der süße kleine Kerl zockt im Open Future Lab Games und ärgert sich, wenn er verliert - hier soll sich zeigen, ob wir Mitleid mit einer Maschine haben können. Nebenan wird man gefragt: „Sprechen Sie Spaß?“ Funguage soll diese Sprache heißen und zwischen Menschen und Objekten gesprochen werden. Hängematten stehen dazu bereit. Wer sich hineinlegt, dessen Gefühle werden sofort von einem angeschlossenen Computer „verstanden“ und in bunte Tetris-Symbole auf dem Bildschirm übersetzt.

Zwischendrin gibt es sie aber auch noch, die Medienkunst, die einfach nur schön ist: „(un)shaped“ von Takayuki Hirai aus Japan zeigt genau berechnete „Anti-Seifenblasen“, die in einem Wasserkubus schweben. Ein Fest für die Augen!

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

Alle Infos: ars.electronica.art 

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