03.09.2019 11:46 |

Dramatischer Notruf

25 Taucher sterben auf brennendem Ausflugsschiff

Nächtliche Tragödie vor der kalifornischen Küste: Der verheerende Brand auf dem Ausflugsschiff Conception wurde am Montag für mindestens 25 Taucher zur tödlichen Falle. Neun Passagiere werden weiterhin vermisst, die Suche nach ihnen läuft. Die Hoffnung, sie lebend zu finden, schwindet allerdings Stunde für Stunde. Wie tragisch die Lage am Montag tatsächlich war, zeigen auch Notruf-Mitschnitte ...

Man bereite sich auf „den schlimmsten Ausgang“ vor, hatte Captain Monica Rochester von der Küstenwache zuvor gesagt. 39 Menschen waren nach Angaben der Behörden an Bord des Schiffes, das am Samstag vom Küstenort Santa Barbara zu einem dreitägigen Tauchvergnügen zu den Kanalinseln gestartet war. Am Montagabend sollte die Conception eigentlich wieder an der kalifornischen Küste anlegen.

Ein Notruf, der am Montag kurz nach drei Uhr bei den Behörden eintraf, ließ Schlimmes ahnen. Ein Mann gab mit panischer Stimme die Position des Schiffes an, dann sagte er, dass er nicht atmen könne. In die Aufzeichnung mischen sich viele Geräusche, die Stimme ist am Ende nicht mehr zu verstehen.

Crew war nicht mehr erreichbar
Auf einem weiteren Ausschnitt ist kurze Zeit später nur noch die Stimme eines Küstenwachen-Angestellten zu hören: „Ihr Schiff brennt, ist das korrekt?“, fragt er. „Roger. Sind Sie auf der Conception? Roger. Und da sind 33 Menschen an Bord des brennenden Schiffs und die kommen nicht runter? Roger. Sind die Leute auf dem Boot eingeschlossen? Roger. Können Sie zurück auf das Boot und die Tür öffnen, sodass sie runterkönnen? Roger. Sie haben keine Ausrüstung, um das Feuer zu bekämpfen, nichts?“

Zu diesem Zeitpunkt dürfte die Crew bereits von Bord gesprungen sein - die Mitglieder der Besatzung, die schon sehr zeitig in der Früh am Deck waren, konnten der Flammenhölle durch einen Sprung ins Meer entkommen. Den Passagieren konnte die Crew somit nicht mehr helfen.

Geburtstage von drei Passagieren gefeiert
Zwei der fünf Crewmitglieder wurden bei der Flucht aus der Flammenhölle leicht verletzt. Mit einem kleinen Beiboot konnten sie nachts ein Fischerboot in der Nähe erreichen. Die Gruppe sei völlig verstört gewesen, sagten die Bootsleute Shirley und Bob Hansen laut „Los Angeles Times“. Einer der Männer habe ihnen weinend erzählt, dass seine Freundin noch unter Deck an Bord sei. Ein anderer berichtete, dass die Gruppe am Abend auf dem Boot die Geburtstage von drei Passagieren gefeiert habe, unter ihnen ein 17-jähriges Mädchen, das von seinen Eltern auf der Tauchreise begleitet worden sei.

Mehrere Explosionen gehört
Die Passagiere des Ausflugsschiffes schliefen im Bootsinneren, als das Feuer aus noch unbekannten Gründen ausbrach. Zahlreiche Löschboote eilten zu der Unglücksstelle, doch jede Hilfe kam zu spät. Hansen sagte, dass er das brennende Boot und dichten Rauch sehen habe können und mehrere Explosionen gehört habe. Möglicherweise seien Tauchflaschen explodiert, mutmaßte Hansen. Dramatische Fotos zeigen das Unglücksboot völlig von Flammen umgeben.

Die Kanalinseln vor Santa Barbara sind ein beliebtes Ausflugsziel für Taucher und Segler. Das Unternehmen „Worldwide Diving Adventures“ hatte das Boot für den Taucherausflug an dem langen Laborday-Wochenende gechartert. Auf seiner Webseite versprach der Veranstalter einen Aufenthalt mit Tauchgängen, Kajakfahrten, Gourmet-Küche und Begleitung von einer Meeresbiologin.

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