Montag startet Prozess

Bleibt tödlicher Stich in Shisha-Bar ungesühnt?

Nach einer blutigen Clanfehde im Februar in einer Shisha-Bar in Regau müssen morgen Montag neun Angeklagte vor dem Richter in Wels Platz nehmen. Der Tod eines 29-jährigen Familienvaters aus Vöcklabruck bleibt aber weiter ungesühnt. Es konnte nicht nachgewiesen werden, wer den tödlichen Stich ausgeführt hat.

„Die Ermittler haben viel versucht, aber nicht herausgefunden, wer zugestochen hat. Der Fall scheint ausermittelt“, sagt Gerlinde Hellebrand, Sprecherin des Landesgerichtes Wels. „In der Shisha-Bar in Regau war es finster, es ging alles so schnell.“ Auch auf einem Überwachungsvideo kann die Tat nicht eindeutig nachvollzogen werden. Der 29-Jährige wurde durch seine Jacke und einen Pullover hindurch mit einem Messerstich tödlich verletzt. Die Blutung richtete sich aber nach innen, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

Fahmilienfehde
Deshalb sind am Montag „nur“ absichtlich schwere Körperverletzung, Raufhandel und Nötigung angeklagt. Die Körperverletzung betrifft ebenfalls einen Bauchstich, den das Opfer jedoch überlebt hat. Hintergrund der blutigen Auseinandersetzung am 9. Februar in Regau dürfte eine länger zurückliegende Familienfehde unter Mazedoniern, die zum Teil bereits österreichische Staatsbürger sind, sein.

Konkurrenz im Baugewerbe
Es soll dabei um Konkurrenz im Baugewerbe gehen. So soll das Todesopfer bereits vor vier Jahren in der alten Heimat bei einem Streit mit der gleichen Familie beinahe ums Leben gekommen sein. Dabei sollen die „Feinde“ sogar der selben Familie entstammen, sie sollen Cousins sein.

Claudia Trösterer, Kronen Zeitung

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