31.08.2019 20:00 |

Mountainbike-WM

Höll kann mit Gold ihr Idol übertrumpfen

Am Sonntag steigt das große Finale der Downhill-Juniorinnen bei der Weltmeisterschaft in Mont-Sainte-Anne (Kan). Topfavoritin: Titelverteidigerin Valentina Höll. Die Saalbacherin könnte mit ihrem zweiten WM-Titel etwas schaffen, das selbst ihrem großen Vorbild Rachel Atherton nicht gelang. Dabei hat die 17-Jährige ein ganz besonderes Bike unter ihrem Hintern.

Als Valentina Höll im August 2018 mit 45 Sekunden Vorsprung auf die US-Amerikanerin Samantha Soriano das Weltcuprennen der Downhill-Juniorinnen in Mont-Sainte-Anne gewann, war das selbst für die Saalbacherin ein unglaublich großer Abstand. „Ich fühle mich hier sauwohl, die Trainings für die WM waren richtig genial“, sagt die 17-Jährige grinsend.

Wie wohl sich Höll auf dem 2,66 Kilometer langen Kurs an der kanadischen Ostküste fühlt, stellte sie am Freitag einmal mehr unter Beweis. Im Seeding Run für das Finale am Sonntag war das „Austrian Bike Wunderkind“ erneut eine Klasse für sich. Trotz widrigster Wetterbedingungen. „In der ersten Kurve habe ich nichts gesehen, es hat voll geschüttet“, berichtet die Sportgymnasiastin. „Nach der letzten Zwischenzeit hat es mich geschmissen, irgendwie habe ich es aber runtergeschafft und war im Ziel immer noch um 14 Sekunden schneller als der Rest des Feldes.“

Damit ist klar, die Titelverteidigerin ist auch am Sonntag (Startzeit 15.53 MESZ) die ganz große Gejagte. „Es soll wieder trocken werden und ich bin voll motiviert“, strotzt Höll nur so vor Selbstvertrauen. Selbstvertrauen, dass sie möglicherweise ein ganz besonderes Kapitel, ihrer ohnehin schon sehr beeindruckenden Erfolgsgeschichte schreiben lässt. Sollte die Pinzgauerin tatsächlich das Kunststück schaffen ihren Junioren-WM-Titel zu verteidigen, wäre sie die erst vierte Athletin, der das gelingt. Zuletzt schaffte es die Französin Anais Pajot, die 2008 und 2009 die Juniorinnen-Krone holte. Ein Erfolg mit dem Höll auch ihr Idol Rachel Atherton in den Schatten stellen würde. Die Engländerin holte 2005 in Livigno (It) den Titel, landete 2004 in Les Gets (Fra) hinter der Neuseeländerin Scarlett Hagen jedoch „nur“ auf Rang zwei. Etwas, das die Britin rückblickend aber problemlos verdaut hat: Zwischen 2008 und 2018 holte sie sich schließlich gleich fünf Mal das Regenbogentrikot als Weltmeisterin in der Eliteklasse.

Bei der Jagd nach dem Junioren-Double hat Höll wieder ein ganz spezielles Bike unter dem Hintern. Ihr YT-Downhill-Rad wurde von Design-Legende Troy Lee selbst WM-fit gemacht.

Ob die Glitter-Optik noch Extrazehntel bringt? „Ich glaube nicht, im Gegenteil“, lacht Vali und fügt augenzwinkernd hinzu: „Ich fahre eher langsamer, da ich es nicht kaputt machen will.“

Peter Weihs
Peter Weihs
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