Jetzt hat es sich ein Ansfeldener endgültig mit seinen Nachbarn verscherzt! Er legte per Gerichtsbeschluss die Baustelle beim Neubau der Mühlbachbrücke in Oberösterreich lahm, weil rund ein Quadratmeter seines Grunds benötigt wird. Viele Anrainer müssen nun kilometerlange Umwege in Kauf nehmen. Womöglich mehrere Monate.
„Zu unserem Briefkasten müssen wir rund drei Kilometer mit dem Auto fahren. Unsere Gaslieferung wackelt“, ließ ein aufgebrachtes Ehepaar die „Krone“ beim Lokalaugenschein der stillgelegten Brücken-Baustelle in Ansfelden wissen. Namentlich erwähnt möchten sie nicht werden. Auch aus Angst vor dem Nachbarn, der seit Jahren mit der Gemeinde im Clinch liegt. Der erzwungene Baustopp der Mühlbachbrücke ist der vorläufige Höhepunkt. Damit hat niemand gerechnet. Denn am 5. August rollten die Bagger an, alles lief nach Plan
Verhandlung am 12. September
Kommende Woche hätten die Anrainer wieder über „ihre“ Mühlbachbrücke fahren sollen. „Doch seit wenigen Tagen dürfen wir per Gerichtsbeschluss nicht weiterbauen. Wann es weiter geht, weiß keiner“, so Bautechniker Kevin Santorum von der Strabag. Erst am 12. September befasst sich das Gericht wieder mit der Angelegenheit.
Eisenstangen am Weg
Bis dahin werden sie die Behelfsbrücke aus Holz benutzen müssen. Mit dem Auto ist die Zufahrt zum Haus nur über die Schotterstraße des Bezirkswassverbandes und dank einer Sondergenehmigung möglich. Allerdings hat zuletzt jemand versucht, mit Eisenstangen diesen Weg zu blockieren ...
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.