15 Monate teilbedingt

Frust über Verluste: Schwede bedrohte Wettfirma

„I will kill you“, drohte ein Schwede in Mails an die Wettplattform Bet-at-Home. Aus Verzweiflung, weil er seit 2010 durch Sportwetten im Internet alle Ersparnisse verloren und noch 140.000 Euro Schulden angehäuft hatte. In seinen Erpressermails forderte er daher 30 Prozent seiner Verluste vom Wettanbieter zurück.

Weil er auch einen in Oberösterreich ansässigen Vorstand von Bet-at-Home bedroht hatte, wurde der 39-jährige Schwede nach Österreich ausgeliefert und in Linz wurde nun auf Schwedisch verhandelt. Er sei spielsüchtig, sagte der Skandinavier aus. Seit 2014 soll er Erpressermails an die Wettplattform geschickt und unter anderem mit einem Angriff von Bandidos-Rockern gedroht haben.

Teure Folgen
Mit teuren Folgen: Bei der Generalversammlung des Wettanbieters wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Kosten: 8500 Euro.

Therapie gegen Spielsucht
Wenn er schon kein Glück im Spiel hatte, vor Gericht kam der Schwede glücklich davon: Bet-at-Home verzichtete auf Schadenersatz. Das Urteil:15 Monate teilbedingte Haft. Weil er schon ein Drittel des unbedingten Teils in Linz abgesessen hat, wurde er noch am Mittwoch entlassen und darf in seine Heimat zurückkehren. Dort will er eine Therapie gegen seine Spielsucht beginnen.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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