In der Bar "Fuchsloch" nahm der Mega-Rausch seinen Anfang: Dort betäubte sich der Tellerwäscher mit "Coruba Rum". Die Gäste beklagten sich über ihn. Also wurde der Trunkenbold in die Polizeistelle geführt.
Dann ging’s los: Er soll sich ausgezogen, mit Broschüren auf die Beamten geworfen und gedroht haben. "I di tot", so angeblich die Worte des Rumänen, der kein Deutsch spricht.
Handschellen wurden ausgepackt. Dann soll sich der Beschuldigte der Festnahme widersetzt haben. In den Protokollen steht, dass sich der Tapezierer vom drohenden Griff des Polizisten weggedreht hat, vor Gericht wurde plötzlich von "losreißen" geredet. Klingt nach Haarspalterei, ist aber sehr wichtig für die Anklage.
Die Aussage der Polizei bezüglich der Morddrohung war so ungenau, dass sogar der "Krone"-Reporter als Zeuge fungieren und mit seiner Gerichts-Mitschrift Klarheit schaffen musste.
Das nicht rechtskräftige Urteil: 2.160 Euro Geldstrafe, die Hälfte bedingt. "Sie waren alkoholisiert. Die Drohung war nicht ernsthaft, die Protokolle der Polizei waren fragwürdig".
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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