VR-Brillen im Spital

„So sehen Krebspatienten mehr als eine weiße Wand“

Den grauen Krankenhausalltag von Krebspatienten will das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern mit dem Einsatz von Virtual-Reality-Brillen einer Linzer Firma bunter machen. „Am Hometrainer radeln die Patienten so durch eine von vier schönen Landschaften“, erzählt Krankenpfleger Roland Honeder.

„OÖ Krone“:Sie testen virtuelle Realität für Patienten auf der Onkologiestation. Wie funktionieren diese VR-Brillen genau?

Roland Honeder: Unsere Patienten verbringen oft bis zu zehn Wochen im Krankenhaus, da ist man dann automatisch sehr müde und schwach durch die Therapie. Wenn man eine Woche lang nur im Bett liegt, verliert man 10 Prozent der Muskelkraft. Da ist es dann besonders wichtig, sich zu bewegen. In jedem Zimmer steht darum ein Hometrainer, das Anstarren der weißen Wand beim Sport kann aber schnell sehr langweilig werden. Mit den VR-Brillen können Patienten eine von vier Landschaften auswählen, durch die sie virtuell fahren. Das ist eine tolle Möglichkeit, um für etwas Abwechslung zu sorgen.

„OÖ Krone“: Wie wird es angenommen?

Roland Honeder: Die ersten Feedbacks sind durchaus positiv. Man kann zwischen einer Küstenlandschaft, einer Einkaufsstraße, den Bergen und einer Stadtautobahn wählen – es ist also für jeden was dabei.

„OÖ Krone“: Hat das System Zukunft?

Roland Honeder: Wir sind sehr glücklich, dass uns die Firma Netural das System zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Jetzt ist es dann eine Preisfrage, ob sich ein Krankenhaus das leisten kann und will.

„OÖ Krone“: Sind Sie selbst auch mit so einer Spezial-Brille geradelt?

Roland Honeder: Ja, das ist echt spannend. Wenn man den Kopf bewegt kann man sich umsehen. Blickt man nach unten, sieht man auch das Rad, auf dem man sitzt. Eine neue Erfahrung.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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